Das Investitionsvolumen für Elektroautos in Europa ist ordentlich. Die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz haben bislang rund 200 Milliarden Euro für den Aufbau des Elektroauto-Ökosystems bereitgestellt bzw. investiert.
Dabei fließen rund 109 Milliarden in die Batterielieferkette, denn die ist für Elektroautos schlussendlich sehr entscheidend. 60 Milliarden Euro sind in die Fahrzeugproduktion geflossen. Die öffentlichen Ladenetze liegen mit 23 bis 46 Milliarden Euro auf Platz drei.
Es gibt verschiedene Ziele, die die Elektroautohersteller und die Nationen hier verfolgen. Natürlich geht es darum, dass man einerseits deutlich weniger abhängig von der Technik aus China ist. Außerdem will man sich natürlich im eigenen Markt nicht von chinesischen Autoherstellern verdrängen lassen. China hat zuletzt über 80 % der weltweiten Elektroautobatterien produziert. Das muss sich aus Sicht der europäischen Hersteller zwingend ändern.
Deutschlands Rolle und die großen Automarken
Was auch spannend ist: Deutschland verantwortet immerhin fast ein Viertel der gesamten europäischen Investitionen in diesem Bereich. Als größtes Land ist das meines Erachtens allerdings nicht sonderlich überraschend – auch mit den meisten Autoherstellern an sich. Wir haben Mercedes, BMW und daneben die Volkswagen AG mit VW als europäischem Marktführer. Dazu gehören Skoda, Audi, Porsche und CUPRA.
An zweiter Position liegt Frankreich mit 18 % der Gesamtinvestitionen. Hier hat man große Automarken wie Renault. Spanien hat derzeit eigentlich nur CUPRA als Automarke zu bieten und aus Portugal ist mir gerade gar nichts bekannt. Das Spannende ist allerdings, dass Spanien und Portugal sehr viele Werke der VW AG haben. Zum Beispiel werden alle künftigen Elektrokleinwagen und Kleinstwagen dort gebaut. Dazu zählen der VW ID. Polo, der Skoda Epiq, der CUPRA Raval, aber auch der kommende VW ID. Every1, der ab 2027 gebaut wird.

Ungarn als wachsender Standort für E-Mobilität
Ungarn ist übrigens an Position vier im Elektroauto-Ökosystem, was die Investitionen angeht. Allerdings ist auch das kein Zufall, denn unter anderem angesiedelt ist dort jetzt BYD, die demnächst damit ihr erstes Werk innerhalb der EU an den Start bringen. (via Reuters)

