Derzeit ist das Elektroauto für Europa ein Problem, wenn es um die Wertschöpfung geht und woher viele wichtige Bauteile kommen. Insbesondere die Batterie ist teuer und das wichtigste Bauteil überhaupt, kommt aber im Regelfall aus Asien und meistens aus China.
Immerhin gibt es zumindest auch beim Marktführer CATL eine Fertigung in Europa. Wenn wir auf Deutschland blicken, dann geht VW voran mit PowerCo und den eigenen Zellen für die neuen MEB+ Elektroautos (ID Polo und Co.).
Doch derzeit decken die Kapazitäten von Tesla (geplant) und VW nicht mal den eigenen Bedarf, schreibt Automobilwoche. Beide Hersteller gelten aktuell als einzige mit „einer Batteriezellfertigung im großen Stil“ in Europa. Tesla startet 2027, bei VW läufts in Salzgitter schon.
SmartDroid.de bei Google folgenKünftig soll es jedoch mehr werden, dafür hat die EU jetzt ein Programm namens „Battery Booster“ aufgelegt. Hier macht man mal eben 1,5 Milliarden Euro locker. Das Geld stammt aus den Einnahmen des Emissionshandels und wird in Form von zinslosen Krediten vergeben.
Damit will die EU gezielt europäische Produktion im großen Stil fördern. Außerdem müssen die produzierten Batterien gezielt für Elektroautos konzipiert sein. Mit diesem Programm soll das Signal gesetzt werden, dass Europa in die eigene „industrielle Stärke“ investiert.
Wie so oft, kommt auch das mal wieder etwas spät. Aber vielleicht auch nicht zu spät. Nach der Pleite von Northvolt, nachdem man bei Porsche die eigene Batterie-Tochter aufgrund eines Strategiewandels abgestoßen hat, kam die späte Erkenntnis.
Elektroautos stehen immer noch am Anfang. Derzeit knacken wir in Europa bei Neuzulassungen so langsam die 25 Prozent, aber es ist noch weiter Weg. Ein Elektroautos aus Europa mit europäischer Batterie, das wäre doch langfristig eine tolle Sache. Obwohl die Hersteller allesamt ihre Zeile eingestampft haben, nimmt die Elektrifizierung weiter an Fahrt auf.
