Elektroautos sehr schnell laden: Jetzt sind Stecker und Kabel entscheidend, ob’s funktioniert

Hyundai Ioniq 5 Test 2 Ladestation

Hyundai IONIQ 5 am HPC Schnelllader

Bislang waren die wenigsten Elektroautos in der Lage die höheren Ladegeschwindigkeiten jenseits von 300 kW auszureizen, doch das ändert sich zunehmend und ein weiteres „Problem“ wird dadurch sichtbar. Ladestationen müssen in einem guten Zustand sein, um die maximale Ladeleistung zuverlässig liefern zu können.

Einer der bekanntesten Autotester ist Björn Nyland, er testet im Grunde genommen alle aktuellen Elektroautos auf Herz und Nieren. Im Vergleich zu vielen anderen testet er vor allem auf Reichweite, Verbrauch und auch Ladeleistung. Dabei fällt zunehmend ein Problem auf.

Denn vor allem chinesische Modelle, aber auch zunehmend europäische Fabrikate, bringen für Europa typische Ladestationen an deren Leistungsgrenze. Aber auch nur, wenn die Hardware der Ladestation in einem guten Zustand ist und womöglich sogar auf dem modernsten Stand der Dinge.

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Einerseits gibt es da Unterschiede, ob ein Kabel flüssig gekühlt ist oder nicht. Natürlich sind die ungekühlten Kabel deutlich verbreiteter, sie kosten erheblich weniger Geld. Und für ein Auto, das nur mit 100 bis 200 kW lädt, haben diese Kabel sicherlich auch in Sommertagen ausgereicht.

Doch an heißen Tagen mit Autos, die insbesondere eine höhere Stromstärke von der Ladestation abverlangen, könnten die klassischen Kabel und Anschlüsse zu Problemen führen. Nyland musste schon häufiger sehen, dass es zu Zickzack-Ladekurven kam. Das liegt an Kabeln, die die Leistung nicht dauerhaft bringen können und zwischendurch gedrosselt werden.

Nyland Zickzack Kurve

Aber auch die Pins im Ladestecker sind mechanischem Verschleiß ausgesetzt, der langfristig die Ladeleistung negativ beeinflussen kann. Es gibt sogar Unterschiede zwischen den Herstellern dieser Kontakte. Hinzukommt eine potenzielle Drosselung durch die Software Ladestation.

Da kommen also einige Punkte zusammen, damit eine Ladestation das liefert, was sie theoretisch leisten kann und was das angeschlossene Auto fordert.

BYD Denza Z9 GT Megawatt T Charger 1
BYDs Flash Charging

Schaut man sich mal an, was da gerade BYD für seine Flash-Charger realisieren muss, ist das natürlich ein etwas anderer Aufwand. T-Träger, die die schweren flüssig gekühlten Kabel dem Kunden „von oben“ zugänglich machen. Dazu der Platzbedarf. Die baut man nicht mal eben reihenweise auf, wie die in Europa häufig sichtbare Hardware von Alpitronic, xCharge oder Tesla.

Tesla Folding Unit Supercharger 2

Wir haben in Europa inzwischen einen guten Ausbau der Infrastruktur. Ob deren Leistung die kommenden Jahre jedoch ausreicht, werden wir erst in ein paar Jahren beurteilen können. Schon heute wird man mit chinesischen Modellen von Xpeng, Zeekr und Co. an die maximale Ladeleistung vieler Ladestationen stoßen und die Power des Autos gar nicht ausreizen können.

Hier das vollständige Video von Nyland:

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