Es läuft in der EU: Ladesäulen-Ausbau überholt Elektroauto-Verkäufe

Aldi Elektroauto Ladestation

Foto: Aldi Ladestationen

Das mit den Ladestationen hat inzwischen zumindest in Deutschland ein anderes Problem als den Ausbau der Infrastruktur, das bestätigen auch die neuesten EU-weiten Studien rund um die Ladeinfrastruktur im europäischen Wirtschaftsraum.

Der Ausbau der öffentlichen Ladesäulen hat zuletzt mit der Verbreitung von Elektroautos nicht nur mitgehalten, sondern konnte sogar in einigen Ländern bessere Ergebnisse erzielen. Es gibt derzeit mit Malta auch nur ein einziges Land, wo die Vorgaben der europäischen Ladeinfrastrukturverordnung nicht eingehalten werden.

Das europäische Gesetz schreibt eine öffentlich zugängliche Ladeleistung von mindestens 1,3 Kilowatt pro registriertem rein elektrischen Fahrzeug in der nationalen Flotte vor. Derzeit ist dieser Schwellenwert deutlich übertroffen, die gesamte EU steht mit 180 Prozent im Plus.

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Auch auf der Langstrecke (Autobahn) sieht es schon gut aus. Hier werden Ladestationen mit mindestens 150 kW in einem maximalen Abstand von 60 Kilometern vorgeschrieben, was aktuell zu 79 Prozent erfüllt wird. Lücken gibt es in Osteuropa und Spanien, wobei genau in dieser Regionen derzeit im Netzausbau die höchsten Wachstumsraten verzeichnet werden.

Ausbau Ladenetz EU

Ein weiterer positiver Punkt: Schon heute haben 20 der 27 Mitgliedsstaaten ihre Vorgaben für 2027 erfüllt. Hilfreich ist hier sicherlich das Vorhaben einiger Autohersteller wie BYD, die schnell ein eigenes Ladenetz in Europa etablieren wollen und daher sehr viel Geld in die Infrastruktur investieren.

Ich selbst kann aus dem Alltag berichten, dass wir mit schnellen Ladestationen meist sehr gute Erfahrungen machen konnten. Einerseits in der Verfügbarkeit bei uns in der Stadt und andererseits auch an den Autobahnen. Wirklich ärgerlich sind da meines Erachtens eher die Preise bzw. Tarifstrukturen, das hatte ich hier schon öfter kommentiert. (via T&E, Cleantechnica)

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