BYDs Flash-Charging-Technologie (bis 1,5 Megawatt) sorgt seiner Einführung für Aufsehen, denn es wird inzwischen massiv ausgebaut und ist nicht einfach nur eine beeindruckende Tech-Demo. Wenn es nach BYD geht, dann sehen wir innerhalb der nächsten zwölf Monate sehr viele dieser Stationen in Europa.
Geplant ist in Europa der Ausbau von insgesamt 3.000 dieser Ladestationen in nur einem Jahr, nämlich von März 2026 bis März 2027. Wobei ich glaube, dass man da nicht mit Bürokratie und lokalen Netzbetreibern gerechnet hat, der Ausbau wird meines Erachtens sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen. Übrigens entstehen 20.000 (!) dieser Ladestationen in China.
BYD verbaut mit den Stationen grundsätzlich große Puffer-Batterien, sodass die hohe Ladeleistung nicht direkt aus dem Netz gezogen wird. Stattdessen werden die lokalen Speicher eher „langsam“ aus dem Netz gefüllt, zum Beispiel über Nacht, die dann wiederum schnell den Strom an angeschlossene Autos abgeben können.
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In den letzten Monaten kamen immer wieder Zweifel an BYDs Technologie auf. Besonders die Konkurrenz hat da ihre Bedenken was Sicherheit und Langlebigkeit angeht, aber auch was den Aufbau der Ladestationen in Europa betrifft. Es äußerten sich zuletzt Leute von VW und BMW.
Ich kann mir immer noch vorstellen, dass BYD eher Ladepunkte statt Stationen meint. Das wären dann nämlich 1.500 Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten. Selbst das wäre immer noch extrem stark. Die Technologie erlaubt die kompatiblen Autos in neun Minuten auf 97 Prozent zu laden bzw. in fünf Minuten auf 70 Prozent.
Wie gesagt, gerade der extrem schnelle Ausbau so vieler Ladestationen wirkt utopisch und unrealistisch berechnet. Allerdings buttert BYD gerade extrem viel Geld und Ressourcen in den Ausbau in Europa. Eine solche Strategie funktionierte bereits für Marken wie Huawei und Xiaomi bei anderen Themen, etwa Smartphones und Netzwerkausrüstung.
BYD demonstrierte jüngst Stärke auf dem Goodwood Festival of Speed, man hat dort im Grunde genommen ein ganzes Autohaus als Showroom hingestellt und ließ Marken wie Mercedes oder Cupra komplett klein bzw. unbedeutend aussehen. (via Thinkercar)
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