Google macht KI-Werbung sichtbar, aber nicht besonders auffällig

Google personalisierte Werbung AdSense Header

Bild: Google

Ein Produktfoto in einer Anzeige kann heute komplett aus einem Bildgenerator stammen, ohne dass ihr es merkt, gerade Googles Nano-Banana-Reihe zeigt verblüffende Prompt-Präzision und fotorealistische Motive. Google reagiert mit einer neuen Kennzeichnung und lässt euch ab sofort nachschauen, ob bei einer Anzeige in der Google-Suche, auf YouTube und in Discover generative KI beteiligt war.

Die Angabe steckt in einem neuen Abschnitt „Wie diese Werbung erstellt wurde“ im Anzeigen-Center. Ihr öffnet an einer Anzeige das Drei-Punkte-Menü oder tippt auf das Info-Symbol und seht dann, ob sie mit KI erstellt oder nachträglich bearbeitet wurde.

Quelle: Google

Das läuft ziemlich unauffällig ab. Wer das Menü nicht öffnet, bekommt von dem Hinweis nichts mit, und ein Label direkt auf der Anzeige taucht nur dort auf, wo lokale Vorschriften es verlangen.

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Automatisch nur bei Googles eigenen Tools

Wie der Hinweis entsteht, hängt vom Werkzeug ab. Baut ein Werbetreibender seine Anzeige mit Googles eigenen KI-Funktionen, setzt der Konzern die Kennzeichnung automatisch. Wer die Motive woanders generiert, kann über eine neue Einstellung selbst angeben, dass KI beteiligt war.

Ein guter Teil der Kennzeichnung hängt damit an der Selbstauskunft der Werbetreibenden. Wie Google eine geschönte oder weggelassene Angabe erkennen will, steht nicht in der Ankündigung. Zusätzlich verlässt sich der Konzern auf das unsichtbare Wasserzeichen SynthID, das Google in die Ausgaben seiner KI-Tools einbettet.

Transparenz, die man suchen muss

Bei Wahlwerbung verlangt Google bereits seit 2023 eine Kennzeichnung synthetischer oder manipulierter Inhalte, die Richtung ist also gesetzt. „Wir verbieten weiterhin irreführende und betrügerische Anzeigen, unabhängig davon, ob sie mit KI erstellt wurden oder nicht“, schreibt Keerat Sharma, bei Google zuständig für Ads Privacy and Safety. Zugleich zieht der Konzern KI immer tiefer ins eigene Werbegeschäft, bis hin zu Werbung im KI-Modus der Suche.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

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