Bei EnBW, Allego oder jetzt auch Electra kann man mit neuen Angeboten und Abonnements deutlich günstiger laden, teilweise werden die Preise derzeit sogar deutlich reduziert. Selbst wenn man nicht extrem viel fährt, kann sich ein Abo für 9,99 Euro bereits lohnen, wenn man dafür kWh-Preise am Schnelllader für deutlich unter 50 Cent oder sogar unter 40 Cent bekommt.
Was erst mal gut und nach einer Bewegung in die richtige Richtung klingt, man wirbt bei Allego und Electra zum Beispiel mit mehr Transparenz, hat jedoch weiterhin ein signifikantes Problem. Besser werden derzeit nämlich nur die Ladepreise bei den eigenen Ladestationen, die Roaming-Preise sind weiterhin extrem teuer und das auch bei einem Abonnement.
Ganz ähnlich wie bei Allego bewirbt Electra seine neuen reduzierten Preise mit dem Versprechen nach mehr Transparenz:
SmartDroid.de bei Google folgen„Viele E-Autofahrer wünschen sich vor allem nachvollziehbare Preise und verlässliche Ladeinfrastruktur.“
Das besagte Allego-Angebot hatte ich gerade genutzt und dadurch wirklich gut gespart. Mit einer einzigen Ladung (70 kWh oder mehr) meines Ioniq 5 habe ich im Vergleich zum Abo-freien Tarif von Ewe Go (62 Cent) die monatlichen Grundgebühren schon wieder rein, mit der zweiten und ggf. dritten Ladung im Monat zeigt sich dann die deutliche Ersparnis.
Aber.
Das große Problem ist weiterhin, dass die nachvollziehbaren Preise immer noch extrem hoch sind, wenn man nicht an die Ladestationen des jeweiligen Anbieters fährt. Sie werden mir tatsächlich transparent in der App angezeigt, aber das allein ist kein Gewinn für den Kunden.
Roaming-Preise sind eine Frechheit
Sorry Allego, ihr müsst jetzt herhalten. 44 oder 47 Cent zahle ich je nach Allego-Ladestation, was gut ist. Aber uns begegnen im Alltag eben viele Ladestationen unterschiedlichster Anbieter. An der städtischen Ladesäule zahle ich in diesem Tarif ganze 70 Cent für maximal 22 kW. Noch höhere 77 Cent bei einem kleineren Anbieter neben dem Aldi oder bei E.ON am Mediamarkt oder 79 Cent bei EnBW am Globus.
Ich erwarte nicht mal, dass der Roaming-Preis auf Level der eigenen Ladestationen ist und könnte mit einem Aufpreis von 10 bis vielleicht 15 Cent leben. Aber wir reden hier schon fast von einer Verdopplung. Wenn ich mit der Allego-Karte bei EnBW statt Allego lade, sind das 40 Cent Aufpreis (!!!). Bei einer einzigen großen Ladung sind das gleich mal 20 Euro mehr.
In meinen Augen können die Ladeanbieter gerne mit „Transparenz“ und „nachvollziehbaren Preisen“ werben, wenn sie diesen Roaming-Schwachsinn gemeinsam in den Griff kriegen und eben nicht mehr diese Mondpreise verlangen. Bis dahin fühle ich mich eher verarscht und in die Ecke getrieben.
Was ist transparent und günstig daran, wenn ich trotz Abonnement den Höchstpreis zahlen muss, weil an der Ladesäule der falsche Name steht?

Grundsätzlich ist der Ärger nachvollziehbar, andererseits: Wo liegt das Problem, dann eben die für einen selbst günstigste Ladesäule anzusteuern? Das Prinzip ist bei Verbrennen dasselbe: Man wählt halt die günstigste Tankstelle, sonst zahlt man drauf. Roaming war auch bei Smartphones jahrelang ein Ärgernis. Insofern: Optimistisch bleiben, mit zunehmender Anzahl der Stromer auf deutschen Straßen wird sich auch dieses Problem nach und nach auflösen.
Es ist wie im Artikel beschrieben kein Problem einen Aufpreis zu zahlen. Aber er sollte angemessen sein. Bei Tankstellen kann ich mir die günstigste raussuchen oder damit leben 2-3 cent mehr zu bezahlen, was vielleicht 15% Aufpreis bedeutet. Hier sind es 100%.
Ja man kann sich mehr Karten und mehr Abos besorgen. Aber es ist einfach nicht verbraucherfreundlich und schreckt auch manche von der E-Mobilität ab.
Es erinnert mich etwas an die frühen Mobilfunktarife, wo es auch einen deutlichen Unterschied machte ob man netzintern oder extern telefonierte. Oder gar im/ins EU Ausland. Auch dort waren die Kosten hochgesetzt um die Kunden möglichst in die eigenen Netze zu treiben und andernfalls Gewinne einzustreichen. Das wurde dann schrittweise von der EU reguliert und heute empfinde ich als sehr angenehm!
Das Problem ist, dass ich da laden möchte, wo ich muss und nicht meine Route an meinem Abo- Tarifanbieter ausrichten möchte. Und mehrere Abo Tarife rechnen sich nicht. Wer nur regional unterwegs ist, hat damit freilich kein Problem.
ich bin zurzeit in der schweiz und habe in Deutschland ein enbw Tarif, damit kann ich an manchen ladesäulen in der schweiz für 56 Cent brutto laden, das geht noch mit ewe go sind es 62 Cent, aber längst nicht alle Säulen abgedeckt. Wer drauf los lädt zahlt noch 0,80 sfr. was reinste abzocke ist. in deutschland oder niederlande genauso
Die teuren Roaming Preise sind reine Abzocke ohne Bezug zu einem realen Aufwand dahinter und dienen nur der Kundenbindung und Marktabschottung von regionalen Kleinanbietern. Nur mit EnBW oder Ionity kommt man nicht durch D-Land. Mehrere Abos rechnen sich nicht. Es nervt. Warum nicht einfach Kredit- oder Giro- Karte? Es könnte so einfach sein!
In der E-Mobilität gibt es kein Problem ohne Lösung:
1. Wenn man keine eigene Wallbox hat (Millionen haben sie schon) holt man sich eben von einem günstigen Anbieter einen Tarif mit Monatsgebühr im näheren Umkreis. Sollte bei aktuell über 200.000 !!! Ladestationen kein Problem sein. Und da nur die allerwenigsten Autofahrer ständig in ganz Deutschland unterwegs sind, ständig andere bzw. unbekannte Strecken fahren und dann auch noch tagtäglich 1.000 Kilometer am Stück fahren wollen (behaupten ja immer diese Diesel-Dieter ;-)) dürfte das kein Problem sein!
2. Gibt es eine App namens „Ad-Hoc Map“ die alle Stationen in der Nähe anzeigt (regelmäßig aktualisiert), die nicht teurer sind als 50 Cent pro kW/h. Da sind sogar 400 kW/h-Lader dabei!
3. Gibt es eine App namens „Charging Time“, die neu ist und extrem übersichtlich die Ladestationen in der Nähe anzeigt, wie viele vorhanden sind, wie viele frei, was es kostet, ganz easy und extrem übersichtlich, alles auf einen Blick!
Bevor man also so eine Headline aufmacht, wäre ich dankbar, wenn man sich vorher mal informiert! Statt Probleme aufzumachen, die keine sind, lieber mal direkt eine Lösung anbieten für Leute die DENKEN, es könnte vielleicht hier und da noch ein Problem bei der E-Mobilität geben! Wir müssen unbedingt wieder zurück zu seriösem Journalismus. Das ist jetzt aber nur mal ganz allgemein gesprochen!
Mein Vorschlag für die Headline:
„Ladeanbieter reduzieren Preise, aber Roaming-Gebühren bleiben hoch!? Hier kommt die Lösung!“
Wie wäre es damit!?
Wenn du mir jetzt die Lösung nennst, wäre das echt stark. Sich auf einen Anbieter festzulegen ist keine Lösung, dass ist eine Hardcore Einschränkung. Mir fallen auf Anhieb vier verschiedene Anbieter an, bei denen wir aufgrund des Alltags laden. Alles andere ist ne nervige Zusatzarbeit, die nur alles noch umständlicher und nicht besser macht. Mal abgesehen davon, dass man mit diesen Einschränkungen keinen Verbrenner Anhänger vom Stromer überzeugt, sondern eher abschreckt.
Ich möchte kein Roaming. Ich möchte ganz einfach das an der Ladesäule der Preis pro kWh steht, und dann per Handy oder Bank/Kreditkarte bezahlen. Simple, Einfach wie im Supermarkt oder an der Tanke. Und bei einen Anderen Anbieter dann eben zu seinem Preis, auch mit Bank/Kreditkarte. Wenn der Anbieter ein Abo machen will für ein günstigeren Preis, OK, aber der Hauptpreis is der mit der Bank//Kreditkarte. Nichts anderes.