Nissan steht vor Problemen wie einige andere Automarken und wird deshalb nicht alle Pläne durchziehen. Den Juke bringt die Automarke als Elektromodell, doch einen neuen elektrischen Qashqai wohl nicht.
Nissan hat laut Berichten von mehreren anonymen Quellen die Entwicklung einer rein elektrischen Version des Kompakt-SUVs Qashqai im Geheimen eingestellt, um Kosten einzusparen und die Modellpalette zu verkleinern. Schon vor einiger Zeit wurde das Projekt angeblich bereits pausiert.
Nissan geht wie andere Hersteller vor und streicht die Segel statt durchzuziehen. Die elektrischen Topmodelle bleiben daher der Leaf und außerdem der kommende Juke (siehe Titelbild). Zudem bietet man den Micra elektrisch an, das ist im Grunde genommen ein etwas umgebauter Renault 5.
SmartDroid.de bei Google folgenNissan will sich intern umstrukturieren und wie andere Marken die Modellpalette verkleinern. Geplant sind laut Reuters wohl insgesamt 11 Modelle weniger. Man hat auch bei Volkswagen vergleichbare Pläne, das Portfolio soll wieder kleiner und übersichtlicher werden.
Was besonders brisant an der Nissan-Meldung ist: Eigentlich war der Qashqai gerade in Europa stark und machte 45 Prozent aller Verkäufe aus. Das wichtigste Modell wird also nicht elektrifiziert, obwohl Europa sehr stark aufs Elektroauto drängt. Könnte eine Fehlentscheidung von der Konzernleitung sein.
Nissan konzentriert sich wieder stärker Hybrid. Eine Brückentechnologie, die noch ein paar Jahre funktionieren wird. Danach wird man trotzdem in Elektroautos investieren müssen, doch dann könnten treue Kunden schon abgewandert sein.
Derzeit hat Nissan bei Elektroautos in der EU einen Anteil von weniger als einem Prozent.
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