ID.3 Neo: Ladeleistung und Reichweite beweisen sich im neuen Elektro-VW

VW ID.3 Neo Front

VW bringt den ID.3 in seiner Neo-Variante noch näher an den Golf heran, kann viele Neuerungen mitbringen und dennoch mit der neuen Generation nicht alle Nachteile des seit 2019 bekannten Elektroautos ausbügeln. So bleibt etwa im Kofferraum weniger Platz als in einem deutlich kleineren ID Polo.

Reichweite und Ladeleistung, da dürften sich Kunden jedoch etwas mehr von dem Auto versprechen, das mit der großen Batterie (79 kWh) deutlich mehr Geld verschlingt. Allerdings zeigen sich hier die Nachteile der MEB-Plattform, die auch als MEB+ keine großen Sprünge machen konnte, wenn man den ID.3 Neo mit seinem Vorgänger vergleicht.

Anders als beim ID Polo setzt der ID.3 Neo weiterhin auf einen Heckantrieb, der von hinten schiebt und nicht von vorne zieht, was viele bei Elektroautos bevorzugen:

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VW ID.3 Neo Antrieb

Wenn die Temperaturen stimmen, dann steigt der ID.3 Neo wirklich hoch ein und lädt sofort sehr nah an seinem Peak. Das sind immerhin rund 180 kW, die dann zumindest für ein paar Minuten gehalten werden, bevor die Ladegeschwindigkeit abfällt. Ist der SoC bei 80 Prozent angelangt, liegen jedoch immer noch fast 80 kW an. Stabil.

Im Test der Kollegen zeigt sich, dass der ID.3 Neo fast 30 Minuten für die Ladung von 12 auf 81 Prozent benötigt, in dieser Zeit wurden 60 kWh in den Akku übertragen. Der Peak von über 180 kW wäre gut, wenn er etwas länger anliegen würde bzw. die Ladegeschwindigkeit dann nicht so stark auf nur rund 100 kW abfallen würde.

Und wie weit kommt man? Der Testverbrauch bei 130 km/h und sommerlichen Temperaturen lag bei 21 kWh, was zu einer realen Reichweite auf der Autobahn von ca. 380 Kilometern führt. Ein sehr guter Wert. Die Kleinwagen-Serie rund um Cupra Raval und ID Polo kam auf exakt selber Strecke auf 18,5 kWh Verbrauch bzw. 280 Kilometer Reichweite.

Andere haben ermittelt, dass sie mit den kleinen Elektroautos von Volkswagen rund 300 Kilometer auf der Autobahn fahren können. Es kommt natürlich auch immer sehr auf Fahrprofil, Höhenprofil, Gegenwind und solche Dinge an. Ein Vorteil mit dem kleineren Akku bei Polo und Co. ist dafür die Ladekurve von unter 25 Minuten.

Ich finde, dass über 300 Kilometer auf der Autobahn ein sehr vernünftiger Wert sind. Wenn ich rund drei Stunden am Stück fahren kann, reicht mir das aus. Allerdings fallen meine Ladestopps mit dem Ioniq 5 (800 Volt) deutlich kürzer aus, die 10 – 80 Prozent schaffe ich in der Realität in den versprochenen 18 Minuten.

Lesenswert: ID Polo oder ID.3 Neo: Warum der Kleinwagen die bessere Wahl sein kann

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