Skoda schickt seinen Peaq ins Rennen, das bislang größte Auto des Autoherstellers und der inzwischen vierte Elektro-SUV der Tschechen. Immerhin ist man mit SUVs besonders erfolgreich, die Wahl der Karosserie war daher kein Zufall, die elektrischen Kombis und Limousinen folgen erst in ein paar Jahren (Stichwort „Vision O“).
Der neue Peaq kann in vielen Punkten überzeugen, er greift nach dem oberen Segment und ist dafür vergleichsweise günstig. In der Praxis soll der große Akku gute 500 Kilometer an Reichweite bieten, doch die Plattform ist durchaus enttäuschend, weil man hier fast 30 Minuten lädt und der Peak beim Schnellladen von 200 kW macht auch kürzere Stopps kaum attraktiv.
Was den Vebrauch angeht, hört man unterschiedliche Werte. Die einen sind mit 15 kWh gefahren, die anderen lagen mit 18 kWh schon deutlich höher. Jeweils im Peaq 90, das ist die Version mit dem großen Akku und auf Wunsch sogar mit Allrad verfügbar. Die Power reicht und ist adäquat, deutlich mehr gibt es dann aber doch erst bei BMW, Audi und Mercedes.
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Der Peaq überzeugt mit Platz und guter Ausstattung, der nun vertikal ausgerichtete Touchscreen kommt bei den ersten Testern gut an, drehbar ist dieser wohl nun doch nicht (mehr). Skoda setzt hier auf das aktuellste Android-System von VW, das ein App-Angebot bietet und wesentlich schneller arbeitet. Im Peaq fällt nun übrigens auch der Start-Stopp-Knopf endlich weg. Sprachbedienung bleibt unbrauchbar, heißt es.
Was jedoch auch für viele Kunden wegfällt, sind die Lenkradwippen zur schnellen Regulierung der Rekuperation. Die gibt es nur bei den höheren Ausstattungen, bei den Standardversionen kann man das Feature gar nicht konfigurieren bzw. hinzufügen. Während der Fahrt überzeugt hingegen das gute Fahrwerk, die adaptive Version sei sogar entbehrlich.

Nutzt man nur fünf der sieben Sitze, bietet der Kofferraum satte 900 Liter Volumen. Der Frunk fällt mit seinen 37 Litern hingegen erbärmlich klein aus. Eine klassische Schwäche der aktuellen E-Plattformen von VW, da sind Tesla und diverse Chinesen wesentlich besser aufgestellt. Als Siebensitzer (letzte Reihe eher für Kinder geeignet) bleiben hinten 300 Liter übrig.
Der neueste und größte Skoda kann im Zweifel ganz schön teuer werden, aber ist für größere Familien eine gute vollelektrische Wahl. Besonders im Hinblick auf die Größe, muss man sich üblicherweise bei teureren Marken umschauen. Skoda bricht das auf. Auch mit dem Look, die hohe Ausstattung der ersten Tester macht optisch wirklich was her, wenn ihr mich fragt.
Mit dem großen Akku und etwas mehr Ausstattung sind schnell 70.000 Euro Listenpreis erreicht. Das ist schon echt viel Geld für einen Skoda, dafür aber für das größte und womöglich beste Modell der VW-Marke. Ich denke trotzdem, gerade im Flottenmarkt könnte der Peaq genauso gut punkten wie der kleinere Enyaq.
