Die KI-Übersetzung in Google Meet hatte bisher eine große Einschränkung, denn Englisch musste immer eine der beiden Sprachen sein. Ein deutsch-japanisches Gespräch ließ sich so nicht übersetzen. Mit einem Update vom 22. Oktober fällt diese Grenze. Meet übersetzt jetzt zwischen 63 Sprachen in beliebiger Kombination, im Browser und in den Apps für Android und iOS.
Jeder wählt seine eigene Sprache
Statt eines festen Sprachpaars für das ganze Meeting schaltet jede Person die Übersetzung über ein eigenes Symbol in der Werkzeugleiste ein. Meet erkennt die gesprochene Sprache automatisch und übersetzt sie nahezu in Echtzeit, auch wenn mehrere Sprachen im Call fallen oder jemand die Sprache wechselt. Sprachen, die ihr ohnehin versteht, könnt ihr von der Übersetzung ausnehmen. Die Untertitel laufen synchron zur übersetzten Tonspur.
Die Grundlage bildet Gemini 3.5 Live Translate, das Google im Juni vorgestellt hat. Damals stellte Google für Meet noch über 70 Sprachen in Aussicht, zum Start sind es 63.
SmartDroid.de bei Google folgenAbo nötig, Gäste übersetzen mit
Die Funktion steckt in Workspace Business Standard und Plus, Enterprise Standard und Plus, Frontline Plus sowie in Google AI Pro und Ultra. Organisiert eine berechtigte Person das Meeting, können alle Teilnehmenden die Übersetzung nutzen, auch Gäste. Bei Einzelgesprächen reicht ein passendes Abo auf einer Seite. Pro Meeting gilt ein Limit von 90 Minuten, mit Ultra und den KI-Add-ons sind es bis zu acht Stunden.
In Livestreams, Aufzeichnungen, verschlüsselten CSE-Meetings und bei Einwahl per Telefon funktioniert die Übersetzung nicht. Laut Google werden keine Sprachdaten gespeichert.
Gestartet ist die Sprachübersetzung im Mai 2025 als Beta zwischen Englisch und Spanisch. Danach folgten Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch und laut Hilfeseite zuletzt Hindi. Pro Meeting war aber immer nur ein Sprachpaar aktiv. Seit April 2026 läuft die Funktion auch auf Smartphones.
Domains mit Rapid Release erhalten das Update ab sofort, Scheduled Release folgt ab dem 2. November mit bis zu 15 Tagen Verzögerung. Auf dem Smartphone braucht ihr die aktuelle Meet-App.
