Xiaomi steigt 2027 in das europäische bzw. internationale Autogeschäft ein. Das ist längst kein Geheimnis mehr. Inzwischen schreiten die Vorbereitungen hierfür voran. Laut chinesischen Portalen hat Xiaomi Auto nun eine spezielle internationale Geschäftssparte eingerichtet.
An der Spitze steht der bisherige Vizepräsident von Xiaomi Auto, der nun für die Leitung zuständig ist. Er soll direkt an Lei Jun und Lu Weibing berichten. Das sind der große Xiaomi-Chef und Gründer sowie der Präsident von Xiaomi.
Das heißt, der Vizepräsident von Xiaomi Auto, der das europäische und internationale Autogeschäft zu verantworten hat, berichtet direkt an die Spitze des Konzerns. Anders als bei deutschen Autokonzernen sitzt hier wohl kein extrem umfassender Verwaltungs- und Aufsichtsrat dazwischen.
SmartDroid.de bei Google folgenXiaomis Auto-Portfolio umfasst bereits vier Baureihen
Xiaomi will 2027 in Europa an den Start gehen. Ganz speziell ist der deutsche Automarkt im Fokus des chinesischen Autoherstellers. Wobei Xiaomi bekanntermaßen nicht ursprünglich als Autohersteller bekannt wurde, sondern überhaupt erst seit 2024 eigene Autos verkauft.

Gestartet hat man mit zwei Elektroautos: erst dem SU7 und dann dem YU7. Das ist einmal eine Limousine, die sehr stark an den Taycan erinnert. Dann haben wir noch das SUV, das viele stark an Aston Martin und durchaus auch an den Ferrari Purosangue erinnert. Grundsätzlich baut Xiaomi aber eigene Autos von hoher Qualität.
Hinzugekommen sind zuletzt auch zwei Range Extender der SkyNomad-Baureihe, zwei sehr große SUVs im Bereich von fünf Metern. Die Fahrzeuge lassen sich besonders im Innenraum stark umbauen und umfunktionieren. Das sind Autos, die einerseits als Autos funktionieren, aber auch ein Wohnzimmer, ein Campingmobil oder ein mobiles Büro sein können.

Die Range Extender wären ohnehin eine Besonderheit in Europa, denn bislang gibt es hier nicht sonderlich viele. Unter anderem ist Zeekr damit jetzt mit seinem neuen 9X am Start, also ebenfalls mit einem Luxus-SUV, das hierzulande sogar sechsstellig kostet.
Apropos Kosten: Die Preise für die Xiaomi-Autos in Europa sind bislang noch nicht bekannt. Es sickerte allerdings schon vor einigen Monaten durch, dass Xiaomi eher im Premium-Bereich starten möchte. Das könnte bedeuten, dass man vielleicht direkt höhere Ausstattungen seiner Autos in Deutschland und Europa anbieten wird, um BMW, Mercedes und Audi challengen zu können.
Man muss bei Xiaomi auch bedenken, dass der Hersteller bislang seine Fahrzeuge komplett in China entwickelt und herstellt und dann nach Europa exportieren muss. Das kostet noch einmal extra. Die Fahrzeuge haben dann nicht nur das Problem der grundsätzlichen Transportkosten, sondern es fallen auch sehr hohe Strafzölle auf Elektroautos an, die komplett in China entstanden sind.
Mit günstigen Autos würde ich daher definitiv nicht rechnen. Auch weil Xiaomi schon in anderen Branchenbereichen, zum Beispiel bei Smartphones, in den letzten Jahren den Fokus sehr stark auf Premium-Geräte verschoben hat, die 1.000 Euro und aufwärts kosten. Im Sommer 2026 kündigte Xiaomi bereits diverse Kooperationen mit deutschen Händlern an. (via ChinaEVHome)
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