Amazfit ist ein Name, der in der Smartwatch-Welt schon länger vertreten ist. Ich habe gerade sogar die GTR 3 Pro vom letzten Jahr am Arm. Der chinesische Hersteller konnte mit verhältnismäßig attraktiven Preisen schnell auch außerhalb seiner Heimat auf Kundenfang gehen.

Wobei ich den Namen „Smartwatch“ etwas irreführend finde, denn sonderlich viele Apps von Drittanbietern lassen sich auf dem proprietären Betriebssystem nicht installieren. So sind Nutzer hauptsächlich auf den Gebrauch der ab Werk mitgebrachten Funktionen beschränkt.

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Das wird vermutlich auch bei den nächsten Modellen der Serie der Fall sein. Am Äußeren hat sich aber Einiges getan, wie von GSMArena veröffentlichte Bilder bestätigen (hier ist nur eine Auswahl zu sehen). Dass es neben Rendern auch schon richtiges Werbematerial an die Öffentlichkeit geschafft hat, deutet auf einen nahenden Launch der Smartwatches hin.

Quelle: GSMArena

Amazfit GTR 4: Kommt kein Pro-Modell mehr?

Bis jetzt ist nur die Rede von einer Amazfit GTR 4 und Amazfit GTS 4, ein Pro-Modell, wie es wenigstens im letzten Jahr für die GTR-Ausgabe veröffentlicht wurde, fehlt aktuell. Damit wären zumindest Käufer, die eine quadratische Smartwatch bevorzugen, nicht mehr benachteiligt Der Namensunterschied lässt sich nur auf die Form der Uhr zurückführen: „R“ wie „Round“, „S“ wie „Square“. Abgesehen von einer leicht anderen Auflösung und Displaydiagonale stimmen die meisten technischen Daten ansonsten aller Erwartung nach überein.

Ähnliche Technik anders verpackt

Die Amazfit GTR 4 wird demnach vermutlich einen 1,43-Zoll-AMOLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 466 x 466 Pixeln besitzen, die GTS 4 ein nicht ganz quadratisches 1,75-Zoll-Display mit 390 x 450 Pixeln. Über die verbaute Hardware im Inneren ist leider noch nicht viel bekannt, Dual-Band-GPS ist aber angeblich an Bord, Herzfrequenz- und Blutsauerstoffsensor dürfen natürlich auch nicht fehlen.

GTR 4 etwas sportlicher und kantiger, GTS 4 wie Apple Watch

Optisch richten sich die GTR 4 und GTS 4 an ganz unterschiedliche Geschmäcker. Die GTS 4 (in Schwarz oder Gold) erinnert durch das rechteckige Design ganz unweigerlich an eine Apple Watch, auch das runde Gehäuse wurde übernommen. Die GTR 4 (in Schwarz oder Silber) ist eher für Fans von sportlicherem Aussehen. Dafür sorgen ein kantigeres Gehäuse und eine dickere Lünette als beim Vorgänger. Der GTS 4 hat die GTR 4 einen zusätzlichen Knopf zur digitalen Krone voraus. Dieser führt bei der GTR 3 in die Übersicht der sportlichen Aktivitäten.

Bis zu 12 Tage Akku

Wie beim Vorgänger setzt Amazfit auf die Eigenentwicklung Zepp OS 2.0, die Zugriff auf einen begrenzten App Store und eine immerhin ansehnliche Sammlung vieler inzwischen kostenpflichtiger Watchfaces ermöglicht. Die Smartwatches koppeln sich sowohl mit Android-Smartphones als auch iPhones und müssen dabei keine Abstriche in Sachen Funktionsumfang machen.

Vielleicht größter Vorteil des limitierten Betriebssystems: Die gewaltige Akkulaufzeit von bis zu zwölf Tagen bei der GTR 4 und von bis zu sieben Tagen bei der GTS 4. Die Pixel Watch wird mit Wear OS zwar deutlich mehr Möglichkeiten bieten, aber voraussichtlich auch nur einen Tag durchhalten.

Was ist mit euch: Reichen euch so beschnittene Smartwatches oder wartet ihr lieber auf die neuen Wearables mit Wear OS?

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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