„Sieg der Vernunft“: VW trifft mit ID. Polo auf überwiegend positive Resonanz

VW ID. Polo 1

Dass die Journalisten auf den Events von Volkswagen die meisten Dinge am ID. Polo abfeiern, das dürfte kaum überraschen und ist erst mal der übliche Standard. Aber was sagen Kunden und Community zum ersten „True Volkswagen“?

Wir haben mal ins Netz geschaut und die Stimmung abgegriffen. Denn gerade der ID. Polo ist natürlich ein Fahrzeug, das bei VW mal wieder einen Bruch darstellt. Diesmal soll es aber ein überwiegend positiver Bruch sein, auch wenn damit das Ende des Verbrenner-Polos besiegelt ist.

Warum sehe ich den Polo erneut als Bruch? VW geht Weg von den IDs der letzten Jahre, was Design, Bedienkonzept und Namen angeht. Zugleich werden damit klassische Modelle nur noch elektrisch angeboten, der Verbrenner-Polo wird nur noch gepflegt und nicht mehr komplett neu aufgelegt.

ID. Polo 4

Viele äußern vor allem Erleichterung darüber, dass VW vom „Jellybean-Design“ (rundliche, futuristische Formen der ersten ID-Modelle wie ID.3) abrückt. Der ID.Polo wird hingegen als „normales Auto“ wahrgenommen. Viele finden es schick, der Polo kommt bei den Leuten noch besser als der ID.3 Neo an.

„Ich denke, es wird sich gut verkaufen. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten hat es ein dezentes Design. Es ist ein gutes Auto für alle, die keine ausgefallenen und extravaganten Elektroauto-Designs mögen.“

Lob gibt es außerdem für die Rückkehr der physischen Tasten und Schalter. VW geht dabei einen drastischen Weg. Mir ist das Lenkrad im Bereich der Tasten ehrlich gesagt etwas zu plump geworden. Aber das klassische Bedienkonzept kommt weitestgehend gut an. Das liegt vor allem auch daran, dass VW gerade für die Bedienung in den letzten Jahren massiv auf den Deckel bekommen hat.

ID Polo Cockpit 1

Sicher, berechenbar, solide verarbeitet, unauffällig. Rundum vernünftig. Klassischer VW – genau mein Ding.

Ein weiterer springender Punkt im Innenraum ist einerseits das große Platzangebot für ein 4-Meter-Auto (441 Liter im Kofferraum), aber auch die Anmutung und die gewählten Materialien. Das Fehlen von Klavierlack und die Integration eines „normalen“ Interieurs werden als Sieg der Vernunft gefeiert. Weiche Materialien und Stoffüberzüge sorgen für Wohnzimmer-Feeling.

ID Polo Cockpit

Preisproblem: Für die breite Masse zu teuer?

VW muss sich dennoch etwas ankreiden lassen und das ist die Preispolitik. Aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, denn die Marge je Fahrzeug ist auf dem Tiefpunkt. Für Kunden aber ein Knackpunkt, dass ein vernünftiger ID. Polo mit Ausstattung und Reichweite mindestens 30.000 Euro kostet. Außerdem ist die Einstiegsvariante für 25.000 Euro noch nicht erhältlich.

Was man rauslesen kann: Viele hätten wohl gerne den elektrischen Polo, wenn er mit einer Reichweite von über 400 Kilometer unter die Grenze von 30.000 Euro rutscht. Zumindest mit Kaufprämie und Förderung sollte das für einige möglich sein. Außerdem kann zum Markstart das kurzfristig verfügbare Leasingangebot überzeugen.

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