In den letzten Monaten haben zahlreiche Hersteller, Forscher und Entwickler immer wieder wieder über den Feststoff-Akku für das Elektroauto gesprochen und viele wollen damit zeitnah starten. Einige sagen, sie könnten schon 2026 bereit sein, doch der Boss des Marktführers sieht das anders.
CATL ist der gerade mit Abstand größte Hersteller für Batterien in Elektroautos und gilt aufgrund unterschiedlichster Technologien (gerade einige vorgestellt) auch durchaus als Vorreiter. Aber beim Einsatz der Feststoff-Batterie sieht der CATL-Boss noch keinen baldigen Einsatz, zumindest nicht im Massenmarkt.
Damit die Massenproduktion rentabel ist, müsste so eine Batterie in über eine Million Fahrzeuge verbaut werden. Weil die Technik jedoch sehr teuer ist, kommt sie zuerst in kleinen Stückzahlen in eher teuren Autos zum Einsatz. Selbst hier gibt es noch viele Fragezeichen.
SmartDroid.de bei Google folgenWenn überhaupt, dann sehen wir den Feststoff-Akku in sehr wenigen Modellen bis 2030. Und das ist auch nur die Theorie, denn bislang produziert keiner diese Technologie im Maßstab einer Serienfertigung. Der klassische Akku mit flüssigen Stoffen bleibt noch eine ganze Weile die Nummer 1.
Aktuell sei der Feststoff-Akku auf Stufe 4 von 9 laut einer international üblichen Skala zur Bestimmung des technologischen Entwicklungsstandes. Wir sind also noch beim Prototypen und im Labor. Testfahrten mit dieser Technologie gibt es derzeit lediglich in einzelnen Autos. Die Großproduktion ist derzeit noch eine ungelöste Herausforderung.
Bei CATL sieht man weiterhin sehr viel Entwicklungsspielraum bei handelsüblichen Batterien. BYD liefert gerade eine LFP-Batterie mit Flash-Charging und jahrelanger Garantie aus, das ist einer dieser überraschenden technologischen Sprünge der letzten Jahre gewesen. Auch bei der Energiedichte soll es noch Potenzial geben, für viel Reichweite benötigt es gerade sehr große Akkus. (via Sina)
