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Amazon: „Wir sind ein guter Arbeitgeber“

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Sicherlich ist in diesem Jahr an keinem das Thema Amazon vorbeigegangen, denn abgesehen von dem guten Rundumpaket für die Kunden, steht der Konzern in Deutschland schwer in der Kritik. Erneut wird gestreikt, man möchte einen anderen Tariflohn für Amazon-Mitarbeiter durchboxen, doch der Konzern stellt sich seit Jahren quer. Zurecht, wie man bei Amazon nun versucht darzustellen. Man nennt ein paar beeindruckende Zahlen, wie beispielsweise die in diesem Jahr neuen 800 unbefristeten Arbeitsstellen.

Man zahle mit 10 Euro brutto die Stunde (Einstiegsgehalt) sowieso schon mehr, als was sonst in dieser Branche üblich wäre, deshalb lässt man sich wohl auch seit Jahren nie auf Gespräche mit der Gewerkschaft ein. Für mich als Außenstehender ist die Geschichte schwer zu bewerten, es gibt wie immer zwei Seiten der Medaille. Ich sehe zumindest ein Wachstum an Arbeitsstellen, was grundlegend positiv zu bewerten ist.

Ich will Amazon keineswegs gut sprechen. Sollte das Einstiegsgehalt aber wirklich bei 10 Euro liegen, gäbe es meines Erachtens ganz andere und dringendere Baustellen für Gewerkschaften und die Politik, siehe Zeitarbeit. Da wird es sich zu leicht gemacht, immer nur auf die US-Konzerne einzuschlagen.

(via Amazon Presse)

3 Kommentare
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3 Comments

  1. Texman

    22. Dezember 2015 at 11:25

    Die Mitarbeiter von Amazon möchten nach den Tarifverträgen des Einzelhandels bezahlt werden. Bezahlt werden sie aktuell nach den Tarifverträgen der Logistik. Einzelhandel bedeutet für mich u.a. persönliche Betreuung und Beratung. Eine Beratung findet bei Amazon nicht statt. Ich muss selber mein Produkt finden und mich durch die Artikelbeschreibungen quasi „selber beraten“. Ein Amazon-Mitarbeiter bekommt eine Bestelliste und sucht alles im Lager zusammen. Was hat das mit EInzelhandel zu tun?
    Deshalb finde ich diesen immer wiederkehrenden Streik der Mitarbeiter nicht gerechtfertigt. Ob der Stundenlohn für die jetztige Tätigkeit gerecht ist bleibt eine andere Frage

  2. Holzwurm

    22. Dezember 2015 at 12:53

    „…gäbe es meines Erachtens ganz andere und dringendere Baustellen für Gewerkschaften und die Politik, siehe Zeitarbeit…“

    +1

  3. Marc

    23. Dezember 2015 at 10:24

    „… dringendere Baustellen für Gewerkschaften und die Politik, siehe Zeitarbeit.“

    So sieht es aus, die Einsatzdauer von Zeitarbeitern sollte drastisch eingeschränkt werden.
    Einen Stundenlohn von 10€ für eine Tätigkeit die keine Berufsausbildung erfordert, finde ich absolut fair.

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