Die chinesischen Autohersteller können weit mehr als nur günstig sein, das untermaueren BYD, Geely und Co. mindestens einmal im Jahr mit einer neuen Entwicklung. Diesmal ist Geely dran, die einen neuen Elektroantrieb im Galaxy TT integrieren, der 16 Module in einem einzigen Bauteil vereint.
Maximale Integration, so könnte man das kurzerhand beschreiben. Google baut zum Beispiel gerade einen Chip, der das KI-Modul direkt integriert hat. Geely hat hingegen mit Thunder ein Elektro-Antriebssystem vorgestellt, das zwölf Hardware-Module und vier Software-Systeme in einer einzigen physischen Einheit zusammenfasst.
Der große Vorteil liegt darin, dass das gesamte System leichter als etablierte Lösungen ist. Außerdem reduziert sich die Anzahl der externen Hochvolt-Verbindungspunkte um 30 Prozent. Alles in einem Paket reduziert außerdem die Bauhöhe der Antriebseinheit, was wiederum nutzbaren Stauraum im Fahrzeug schafft.
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Die integrierte Hardware umfasst den Elektromotor, den Wechselrichter, das Reduktionsgetriebe, das On-Board-Ladegerät, den Gleichspannungswandler sowie den Hochvolt-Verteilerkasten. Auf der Softwareseite übernimmt die Architektur Funktionen des Energiemanagements, der Ladesteuerung, der Fahrdynamikregelung sowie der Zustandskontrolle aller Komponenten.
Weil hier eine zentralisierte Prozessorarchitektur zum Einsatz kommt, die mehrere Steuerungsfunktionen vereint, werden Latenzzeiten bei der Signalverarbeitung von 40 auf zwei Millisekunden reduziert. Das ermöglicht zum Beispiel eine Drehmomentregelung in Echtzeit. Und der Kunde profitiert von einem Gesamtwirkungsgrad von maximal 93,8 Prozent.
Nun kommt das was für den Kunden auf der Straße entscheidend ist und das ist der Verbrauch der Einheit im Betrieb. Bei Testfahrten unter „realen Bedingungen“ an einem chinesischen See verbrauchte der Prototyp des Geely Galaxy TT im Durchschnitt nur schmale 8,20 kWh auf 100 Kilometern. Wobei abzuwarten ist, was das Auto wirklich auf der Straße kann.
Wir sind aber bei Reichweite, Bauweise und viele anderen Themen noch mittendrin, es wird in den nächsten Jahren weitere starke Entwicklungen geben. Um weiter zu kommen bzw. seltener laden zu müssen, geht es in den nächsten Jahren nicht allein um größere Batterien. (via CNC)
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