Google AI Studio: Ich habe gerade eine eigene Android-App gebaut – in Minuten und ohne Ahnung

Gemini Smartphone App Hero

KI ist in aller Munde und teilweise nervt das Thema auch, doch die Möglichkeiten sind wirklich atemberaubend. Vor allem auch für Nutzer, die eine Software oder eine Lösung suchen, die eigentlich nicht weiter anspruchsvoll ist und dennoch die eigenen Kenntnisse übersteigt.

Schon seit einiger Zeit suche ich eine optimale Timer-App für mein Training. Irgendwann bin ich dann bei SmartWOD Timer gelandet und habe die App auch bezahlt. Sie ist wirklich gut und erfüllt weitestgehend meine Bedürfnisse, aber eben noch nicht ganz perfekt. Deshalb wollte ich das Thema noch einmal angehen.

Nun habe ich komplett ohne Ahnung eine auf meine Bedürfnisse reduzierte Timer-App für Android entwickelt und zwar mit dem Google AI Studio. In diesem Tool sagt oder schreibt ihr einfach eure Bedürfnisse und die App wird von der KI geschrieben. Das ist wirklich kinderleicht.

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Angefangen habe ich damit, dass ich meine Grundbedürfnisse an die App in das Google AI Studio gehackt habe. Etwas später, der erste Prozess dauert länger (fast 10 Minuten), konnte ich im Simulator einen ersten Blick auf „meine eigene“ Android-App werfen.

In den letzten Tagen habe ich dann noch weitere Funktionen integriert, zum Beispiel einen Shortcut um die Trainings mit Gemini auszuwerten und die „offizielle“ Backup-Funktion von Android gegen Datenverlust. Kleinere Features sind nach zwei bis vier Minuten integriert.

EMOM Timer Google AI Studio

Wenn ihr eine Android-App nur für euch selbst entwickelt, lässt sie sich aus dem Google AI Studio heraus direkt auf dem eigenen Android-Telefon installieren. Vom Macbook aus braucht es lediglich aktiviertes USB-Debugging auf dem Telefon und ein USB-C-Kabel. Alternativ könntet ihr die App auch über den Play Store bereitstellen.

Das ist nur eine banale App als Beispiel. Aber ich kann sie im Google AI Studio wirklich exakt auf meine Wünsche und Bedürfnisse anpassen, was für mich der entscheidende Punkt ist. Ich muss nicht eine App kaufen, die vielleicht zu viel bietet oder nicht exakt so gestaltet ist, wie ich mir das eigentlich vorstelle.

Deshalb bin ich freilich kein Entwickler. Und ich würde jetzt auch nicht eine Anwendung von jedem nutzen, der sich deshalb für ein Entwickler hält, insbesondere wenn es um sensible Daten und solche Dinge geht. Das muss man natürlich bei jedem Fall entsprechend einordnen.

Google wird das AI Studio demnächst auch direkt auf Android anbieten, für die App kann man sich bereits vorab registrieren.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

7 Kommentare zu „Google AI Studio: Ich habe gerade eine eigene Android-App gebaut – in Minuten und ohne Ahnung“

  1. Und genau das ist das Problem mit KI. Ohne jemandem zu Nahe zu treten zu wollen. Leute die keine Ahnung von Softwareentwicklung haben feiern es, weil man innerhalb von Minuten scheinbar eine funktionierende APP oder Website hervor bringen kann. Ob und wie sie funktioniert ist einen als jemandem der nicht versteht, was da gerade generiert wurde schleierhaft. Genau hier liegt die Gefahr. Ohne Expertenwissen ist es durchaus möglich, dass die KI unsichere bis fahrlässige Konfiguration generiert, die die Software oder einen selbst angreifbar macht. Ohne entsprechende Expertise ist KI generierte Software gefährlich.

      1. Dann gibt es ja noch Hoffnung für die Menschheit.
        Die sollen dabei ruhig aufs Gas treten damit wir es schneller hinter uns haben.

    1. Und das Mindset dieser 2023 noch relevanten Anmerkung zeigt, warum uns USA und China inzwischen rechts und links um die Ohren fahren: exponentielle Verbesserung hat dazu geführt, dass KI Antipattern heute besser vermeiden kann als die meisten Senior Developer. Aktuelle KI findet sogar reihenweise von Entwicklern stets unentdeckte Vulnerabilitäten.

    2. kommt natürlich auf den Anwendungsfall an. Mir ist schon klar, dass nicht jeder deshalb ein guter Entwickler ist. Ich halte mich auch nicht für einen echten Journalisten, nur weil ich seit 2009 hier hauptberuflich „blogge“. Es eröffnet halt Möglichkeiten, die es so bislang nicht gab.

    3. Was genau muss man denn nun „verstehen“ und was hätte der „Experte“ bei genau diesem Vorgang besser gemacht? Ich verstehe das viele IT’ler, die sich gerne wie Gott aufgeführt haben, in Panik geraten. Genauso wie irgendwelche Werbe Menschen, die sich vor der KI fürchten, weil sie glauben das Anrecht auf tolle Photoshop Kampagnen zu haben. Zum Glück wird es all diese Leute in 10 Jahren nicht mehr geben. Oder glaubt ihr wirklich, die Nutzer bezahlen einem eurer tollen Experten, ein paar tausend Euro, wenn sie sich eine App oder ein Layout selbst erstellen können?
      By the way: Maxim Gorki hat mal geschrieben, man müsse nicht in der Pfanne gelegen haben, um über Schnitzel zu schreiben. Deshalb muss ich kein Programmierer sein, um mir eine App zu bauen. Es funktioniert und fertig. Nun könnt ihr euch mächtig vor der Zukunft fürchten, „mahnen und warnen“ – die letzte verbliebene Kernkompetenz der Deutschen. Den Zug haltet ihr trotzdem nicht auf, der ist noch nicht mal aus dem Bahnhof raus und hat angefangen zu beschleunigen.

  2. Der Autor hat wohl vergessen in welchem Land er hier schreibt. Seine Story ist super, mit einem tollen Ergebnis. Ich selbst habe auch schon sehr produktiv mit der KI gearbeitet, in anderen Bereichen. Aber in Deutschland ist neue Technologie stets gefährlich und so werden einige Jahre vergehen, in denen hier jeder erdenkliche Teufel an die Wand gemalt wird, während der Rest der Welt einfach daran prosperiert. Ich erinnere mich noch gut an den Release von Kamera Handys und was in Deutschland los war. Nirgends war man mehr sicher, überall lauerten Spanner und sinistre Gestalten. Oder NFC, oh mein Gott. Während ich in China und den USA, selbst in der Türkei, überall mittels Phone und NFC gezahlt habe, liefen in Rückstandsland TV Ratgeber, wie man seine Bankkarte in Alu Folie einwickelt.
    Genau so läuft es aktuell mit der KI. Spotify sagt, seine Devs haben seit November keinen Code mehr selbst geschrieben, in den Staaten rollen die Entlassungswellen, während hier „gewarnt“ wird und Artikel erscheinen, dass die Firmen nicht wissen wie man KI produktiv nutzt.
    Und dann ist da auch noch die EU. Die hängt dann Frau Merkel, der großen Abwrackerin, Orden um und die bedankt sich, indem sie rät, den Weg von Zensur und Regulierungen fortzusetzen. Aber keine Sorge: Was von Deutschland noch übrig ist hat sowieso nicht genügend Energie, die auch noch bezahlbar ist. In den Staaten bauen die Tech Giganten sich eigene Mini AKW. Die können nämlich nicht so gut rechnen, wie Deutsche und wissen nicht, dass es die teuerste Energie ist…. Allerdings verfolgen die auch nicht das Ziel, ein Agrarland zu werden. Vielleicht dürfen unsere Kinder, in 2 Generationen, die Smartphones für die Inder und Chinesen zusammen bauen. Nachdem diese hier wieder Indsutrie geschaffen haben.

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