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Marktgeschehen

Google fährt Geschütze auf und untermauert 2,25 Prozent Forderung für die Lizenzierung von Patenten

Denny Fischer

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In Mountain View hat man offenbar die Nase voll vom Kampf vor Gerichten, welche Unternehmen wie Apple und Microsoft fast nur noch ausschließlich gehen. Dagegen möchte man nun vorgehen, anders, als man selbst noch vor einem Jahr behauptete. In einem Brief an die IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) hat man jetzt nochmals die eigenen Forderungen untermauert, für die Lizenzierung der im eigenen Besitz befindlichen Patente je Gerät eine Gebühr von 2,25 Prozent von den Herstellern einzufordern. Diese 2,25 Prozent möchte man vom Verkaufspreis abzweigen, was beim 8GB iPhone 3Gs bereits knapp über 8 Euro Gebühren wären, pro verkauften Gerät versteht sich.

[aartikel]B005XLW7AM:right[/aartikel]Aufhänger der ganzen Geschichte ist eigentlich, dass es sich hierbei um eine schon längst standardisierte Technologien handelt und diese zu „fairen“ Preisen für die Lizenzierung von anderen Unternehmen angeboten werden sollten. Dafür wurden die sogenannten FRAND-Bedingungen eingeführt, nach welchen sich die Hersteller bislang auch richteten. Die Konkurrenz, wie beispielsweise Apple, sieht die geforderten Bedingungen von Google bei weiten nicht als fair an und verweigert daher die Einwilligung in derartige „Angebote“.

Dies hat zur Folge, dass Google gerichtlich vorgeht und zur Not auch einstweilige Verfügungen erwirkt. So wie es die fast Tochterfirma Motorola bereits kurzzeitig gegen Apple in Deutschland schaffte. Genau das ist der Weg, welchen Google einst selbst anprangerte und nun doch ebenfalls so handelt. Dies scheint mir so gar nicht die richtige Art und Weise, welche wiederum aber auch etwas verständlich ist. Da beispielsweise Apple weiterhin so handelt und gegen die Konkurrenz hart vorgeht, nur eben auf anderer Basis wie Geschmacksmuster und Designrechte. [via/Quelle, Danke Elv!]

6 Kommentare
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6 Comments

  1. Elv

    10. Februar 2012 at 14:04

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      10. Februar 2012 at 14:39

      Hab den einen Kommentar entfernt und den anderen bearbeitet. Quelle ist angegeben, daher muss nicht noch mal der ganze Blogpost als Kommentar hinzugefügt werden ;)

  2. Mike

    10. Februar 2012 at 14:51

    Ich glaube Google hat so ziemlich die Schnauze voll von dem Apple-Gezicke mit Verkaufsverboten mit längst standardisiertem Design etc. Die holen jetzt die großen Geschütze raus, bin gespannt wie es weiter geht.

    • Elv

      10. Februar 2012 at 15:13

      Unerlaubte Geschütze, hoffe es geht nach hinten los!

    • noeler

      10. Februar 2012 at 18:07

      Apple führ aber keine FRAND Patente an, sonder Geschmackmuster und andere Patente. Ob die unter FRAND fallen muss erst, in ewig langer Kleinarbeit, von Behörden geprüft werden. Bis dahin schwinkt Apple weiter die Keule.

      Motorola hat aber so ein FRAND Patent jetzt als Grund herangezogen und viel damit auf die Nase.
      Nur, Apple ist zu kurz auf dem Markt, was Mobilfunk betrifft und hat dadurch kein einziges Patent, was unter FRAND fallen kann (Mobilfunktechnik gesehen).

      Was mit Sachen ala Slide to unlock ist, Touchscreen usw, dass muessen die Richter weiterhin klären.

  3. Martin

    10. Februar 2012 at 18:42

    Apple hat auch nie einen Cent in Entwicklung gesteckt sondern immer nur bestehende Technik in zugegebenermaßen schicke Aluminium/Plastikgehäuse gesteckt…

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