Ein LTE-Netz auf dem Mond? Das ist keine neue Idee. Konkrete Pläne für den nächsten Versuch allerdings schon.

Während in Deutschland noch nicht alle Funklöcher gestopft sind, ist Nokia selbst diese Welt offenbar nicht genug. Als neuer Technologie-Partner der NASA wird das finnische Unternehmen sich der Aufgabe annehmen, den Mond mit Mobilfunk-Empfang auszustatten.

LTE-Netz auf dem Mond soll Ende 2022 kommen

Dafür gibt es sogar schon einen konkreten Plan: Die erste „ultra-compact, low-power, space-hardened, end-to-end“ LTE-Lösung soll Ende 2022 auf dem Mond abgesetzt werden. Dafür partnert Nokia wiederum mit Intuitive Machines, um das Netzwerk in deren Mond-Lander zu integrieren. „Das Netzwerk wird sich bei der Landung selbst konfigurieren und das erste LTE-Kommunikationssystem auf dem Mond einrichten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Alle Kommunikationsanwendungen, die dieses LTE-Netz ermöglicht, seien lebenswichtig für die langfristige Präsenz von Menschen auf dem Mond. Dazu gehört die Fernsteuerung von Mond-Rovern, Echtzeit-Navigation und das Streaming von hochauflösendem Video.

Vodafone und Nokia planten das Mond-Netz seit 2017

Bei wem es im Kopf klingelt, wenn die Stichwörter Mond und Mobilfunk fallen, liegt nicht ganz falsch. Schon seit 2017 gab es nämlich Pläne von Vodafone, damals auch in Kooperation mit Nokia, das erste Mobilfunknetz auf dem Mond an den Start zu bringen.

Auch wäre es die erste „deutsche“ Mondlandung gewesen, die mit der #missiontothemoon 2018 hätte stattfinden sollen. Nach einer Verschiebung auf 2019 und einer auf 2021 folgte irgendwann die Nachricht, dass der einzige deutsche Mondlander leider pleite ist.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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