Google untermauert auch dieses Jahr, dass man bei der Hardware nicht nur kein Vorreiter ist, sondern womöglich wieder einmal zu sehr auf KI fokussiert war. Der neue Tensor G6 ist nämlich nicht der hoffte Sprung auf 2 Nanometer in der Fertigung, auch die ältere GPU sorgt für schlechte Laune bei den Leuten.
Und das war noch nicht mal alles, denn beim Arbeitsspeicher gibt es 12 statt 16 GB RAM in der Grundausstattung der Pro-Modelle. Google verlangt dieselben Preise oder sogar höhere Enstiegspreise, bietet jedoch aufseiten der Hardware sogar weniger als im Jahr davor.
Dabei ist der Arbeitsspeicher immens wichtig, vor allem bei Flaggschiff-Geräten. Google verspricht jedoch Optimierungen bei der Software, damit weniger Arbeitsspeicher notwendig ist. Garantieren kann man das für Drittanbieter-Anwendungen jedoch nicht und da liegt der Hase im Pfeffer.
SmartDroid.de bei Google folgenGoogle scheint in einigen Märkten (auch bei uns) nicht mal mehr das Gemini-Angebot aus dem letzten Jahr halten zu können und halbiert den Gratiszeitraum für Gemini Pro sowie YouTube Premium von 12 auf 6 Monate.

Die Ladegeschwindigkeit verbessert sich nur beim Wireless-Charging auf aktuellste Standards, ansonsten sucht man auch bei den Akkus vergeblich nach Neuerungen. Tatsächlich ist laut den EPREL-Labels in der EU die Akkulaufzeit sogar kürzer, sie wird beim Pixel 11 Pro mit 47:36 Stunden angegeben und lag im Vorjahr beim Pixel 10 Pro noch bei 51:09 Stunden.
Außerdem verrät dieses Label die Sturzsicherheit, sie hat sich verschlechtert. Statt der Note A gibt es nur noch die Note B, das EU-Label hat sich beim Pro-Modell von 270 auf 180 Stürze verschlechtert. Vielleicht nicht relevant für jeden Kunden, dennoch eine Verschlechterung.
Die neue CPU ist komplett anders gestaltet als noch im Vorjahr, doch die Fertigung bleibt schlussendlich auf 3 Nanometer und konnte nicht auf 2 Nanometer verbessert werden. Deshalb scheint es nicht den erhofften Sprung bei der Effizienz zu geben, den sich einige erhofft hatten.
Viele Pixel-Fans sind enttäuscht und empfinden das diesjährige Paket nicht mehr nur als Stillstand, sondern sogar als Abwertung. Auch bei der Kamera, ein wichtiger Kaufgrund, hat Google vor allem bei der Software nachgelegt, zum Beispiel mit neuen Pro-Effekten auf iPhone-Level.
Schlussendlich kommt es jedoch auf euch selbst an, denn auch bei anderen Herstellern sind die Sprünge von Jahr zu Jahr zur sehr gering. Google hat jedoch aufzuholen und tut das teilweise nicht. Wer allerdings mit Pixel 6 oder 7 unterwegs ist, wird auf jedenfalls einen großen Sprung machen könnn, beim Kauf eines Pixel 11.