Rivian: VW-Zukunftspartner reduziert sein Minus

Rivian R2 Grün

Rivian ist von VW abhängig und umgekehrt, die beiden Partner haben sich auf eine gemeinsame Zukunft eingelassen, müssen sich aber bis zu den ersten finalen Produkten jeweils etablieren.

Besonders die Anforderungen an Rivian sind dabei groß, das junge US-Unternehmen muss nicht nur eine für den Massenmarkt taugliche E/E-Architektur für Volkswagen bauen (Premiere im ID.1), sondern auch mit dem eigenen Geschäft erfolgreich sein, um weiteres Geld von VW zu bekommen.

Rivian profitiert jedoch nicht nur finanziell, durch VW bekommt man Zugang zu günstigeren Bauteilpreisen, damit kann man die eigenen Elektroautos günstiger herstellen bzw. größere Gewinnmargen je Fahrzeug erzielen. Demnächst startet mit dem R2 das nächste Modell, es wird günstiger sein und soll mehr Kunden ansprechen.

Im ersten Quartal 2026 hat Rivian erneut einen Verlust realisiert, der jedoch deutlich unter den Erwartungen der Analysten lag. Die hatten mit einem Minus von ca. 59 Cent je Aktie gerechnet, Rivian meldete jedoch nur ein Minus von 31 Cent. Zugleich stieg der Umsatz.

Rivian ist derzeit nur in den USA lokalisiert und noch ziemlich klein, in diesem Jahr plane man lediglich bis zu 67.000 Elektroautos an Kunden übergeben zu können. Zum Vergleich: Xiaomi in China benötigt dafür aktuell nur zwei Monate.

Rivian bekannt durch Elektro-Lieferwagen für Amazon

Abgesehen davon liegt Rivian in den Plänen für die kommenden Jahre oder sogar besser. Der Kreditrahmen für ein neues Werk in Georgia fällt zum Beispiel wesentlich kleiner als ursprünglich geplant aus. Dort will man dann bis zu 300.000 Elektroautos jährlich produzieren können.

Rivian will langfristig auch in Europa angreifen, der neue R2 könnte das erste Modell dafür werden. Aber klar ist auch, dass die Nachfrage nach riesigen eckigen SUVs in Europa eher gering ist. Gefragter dürfte dann eher der R3 sein, ein noch kleineres und günstigeres Modell für die kommenden Jahre.

Rivian-R3

Die Wette auf die Zukunft ist groß. Das zeigt auch das Gehalt des Rivian-CEOs, welches aktuell nicht dem entspricht, was das Unternehmen finanziell liefert. Im vergangenen Jahr gab es für RJ Scaringe ganze 344 Millionen Euro „Gehalt“, wobei ein großer Teil davon aus Aktienoptionen besteht und nicht aus Cash.

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