Xiaomi geht einen interessanten Weg, der chinesische Gadget und Autohersteller baut seit Portfolio nur sukzessive und langsam auf, bereitet sich zugleich für den Marktstart in Europa vor.
Zwei Jahre nach dem die ersten Xiaomi-Autos in China auf den Straßen gefahren sind, hat das Unternehmen weiterhin nur zwei Modelle im Angebot. Derzeit eine Limousine und einen SUV. Dass das jedoch nicht reicht, weiß man auch, wenn man auf die eigenen Ziele guckt.
Xiaomi betont weiterhin, langfristig zu den fünft größten Autoherstellern weltweit gehören zu wollen. Es sei demnach klar, dass das aktuelle Angebot nicht ausreicht, sagt der heute bei Xiaomi unter Vertrag stehende EX-BMW-Manager Rudolf Dittrich.
In anderen Worten: Xiaomi plant noch einige weitere Elektroautos, ohne dafür aber ins Detail zu gehen. Wobei in den letzten Wochen schon durchsickerte, dass man vorerst keine gezielt günstigen Modelle plant, weil sich damit kein Geld verdienen lässt. Einen ID Polo-Konkurrenten von Xiaomi erwarten wir erst mal nicht.

Europa wird für Xiaomi wichtiger
Bevor Xiaomi in Europa an den Start geht, will man so viele Kundeneinblicke wie möglich in die Anpassung der Modelle fließen lassen. Das passiert am Standort in München, den man letztes Jahr eröffnet hat. Dort arbeiten viele bekannte Namen, die Xiaomi von Mercedes, BMW und anderen Marken zu sich holen konnte.
Im neuen YU7 GT würde bereits viel europäische Entwicklung stecken. Premiere erst mal in China, aber das ist ein für Europa extrem spannendes Modell und sicherlich ein heißer Kandidat gegen die elektrischen Porsche-Modelle im SUV-Format.
Dass Xiaomi zuerst ein Entwicklungszentrum in Europa aufbaut und dann Modelle hier anbietet, ist ein eigener Weg. Viele andere Chinesen haben erst mal ihre Fahrzeuge auf den Markt geworfen und dann feststellen müssen, dass Verkaufszahlen nicht aus dem Nichts kommen.
