In den letzten Tagen ist eine neue Sicherheitslücke in Android aufgetaucht. Die Methode, diese Sicherheitslücke auszunutzen, wurde vom Sicherheitsforscher als „SMS of Death“ beschrieben. Dabei wird eine Schwachstelle in Androids Verarbeitung von sogenannten WAP-Push-Nachrichten ausgenutzt.
WAP, das war früher mal das mobile Internet. Heute ist es kein alltäglicher Begriff mehr, aber es stecken offensichtlich immer noch Dienste und Funktionen in Android, die für diese neuerlich entdeckte Schwachstelle ausgenutzt werden können.
Der entscheidende Punkt ist: Diese SMS, die vom Angreifer versendet wird, taucht beim Nutzer gar nicht im Posteingang auf und auch die Absendernummer ist nicht zu sehen. Was aber passiert, ist, dass die Telefondienste des angegriffenen Smartphones ausfallen bzw. beendet werden und neu starten.
SmartDroid.de bei Google folgenDas Problem dabei ist, dass dieser Angriff fortlaufend wieder neu ausgeführt werden kann. In einem Test haben wiederholte Zustellversuche dafür gesorgt, dass auf dem angegriffenen Telefon eine ganze Woche lang der Telefondienst immer wieder neu gestartet wurde bzw. ausgefallen ist.
Nun ist es nicht gerade unüblich, dass solche Lücken immer mal wieder auftauchen. Wie gefährlich die für Nutzer sind, ist eine ganz andere Frage. Oft werden solche Sicherheitslücken gar nicht im großen Stil ausgenutzt oder relativ schnell gefixt, wenn sie bekannt werden.
In diesem Fall gab es den Sicherheitsfix mit dem Oktober-Update. Die Korrektur ist dort für Android 14 bis 17 integriert. Ich würde mir aber auch mit älteren Android-Versionen keine großen Sorgen machen.
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