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WhatsApp und YouTube sind die ungewollten Fake-News-Schleudern

Denny Fischer

Veröffentlicht

in Apps & Spiele

am

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unsplash.com @maxwellridgeway

WhatsApp, YouTube und Co. Viele populäre Plattformen leiden unter der schieren Masse an Nutzern, auch für Fake-News missbraucht zu werden.

In den vergangenen Tagen wurde bereits kurz beleuchtet, warum sich große Gruppe abseits der „allgemeinen“ Meinung ausrechnet bei Telegram treffen. Grund hierfür ist natürlich die technische Basis der App, sie ist offener als WhatsApp für Gruppen und Kanäle. Zugleich ist es genauso spannend, über welche Kanäle generell Falschinformationen verbreitet und bereitgestellt werden. Wenig überraschend ist das Ergebnis einer Auswertung von Correctiv. Denn die populärsten Plattformen kommen auch hierfür zum Einsatz. Aber anders verteilt, als ich persönlich gedacht hätte.

App der Verschwörungstheorien: Telegram mit unrühmlicher Tradition

Videos auf YouTube erreichen die meisten Leute

Knapp 1500 Links haben Correctiv ausgewertet, die sie direkt von Nutzern erhalten haben. Hierbei stellte sich heraus, dass fast 46 Prozent der eingereichten Falschinformationen bei YouTube gehostet sind. Das sind demzufolge Videos, das heute beliebteste Mittel. Lesen will keiner und in Videos kann man wie Ken Jebsen der eigenen Fake-News noch reichlich Nachdruck verleihen. Über 30 Prozent von Falschinformationen sind heute aber auch auf separaten Webseiten gelagert. Mit 16,6 Prozent folgt Facebook erst auf dem dritten Rang.

Nicht weniger spannend ist, wie diese Falschinformationen überhaupt an die Leute weitergetragen werden. Hierfür ist Facebook nämlich schon eine wesentlich beliebtere Plattform, auf welcher die Nutzer erstmals Falschinformationen begegnet sind. 28,8 Prozent haben das angegeben, getoppt nur von WhatsApp mit 34 Prozent der über 1800 Nutzer. YouTube spielt auch dafür eine wichtige Rolle und landet mit 14,2 Prozent auf Platz 3 der beliebtesten Tools zur Verbreitung von Falschinformationen.

WhatsApp ist eine der wenigen Plattformen, die mit einem sehr einfachen Mittel die schnelle Verbreitung besser eindämmen konnten. Man beschränkte die Häufigkeit, in welcher Nachrichten auf einen Schlag an andere Nutzer weitergeleitet werden können. Darunter leiden aber auch alle anderen Nachrichten, die Nutzer gerne weiterleiten möchten. Nicht immer sind Falschinformationen absichtlich gestreut, dessen müssen wir uns auch bewusst sein. Wer aber mit Nutzern zu tun hat, die gerne derartige News in die Welt tragen, kann diese auch einfach blockieren.

Beschränkungen in WhatsApp: Funktioniert das Eindämmen von Nachrichten-Weiterleitungen?

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Peter Müller

    13. Mai 2020 at 19:00

    Ok ihr habt mich überzeugt, Youtube und Facebook sind für mich gestorben. Ich lese jetzt nur noch die Bild-Zeitung. Bei der hatte correctiv ja noch nichts zu beanstanden.

    • Avatar

      Peter Müller

      13. Mai 2020 at 19:10

      Und was lese ich da: „Kann der Nordsee-Todesschaum auch für mich gefährlich werden?“ Jetzt mache ich mir echt Sorgen.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      14. Mai 2020 at 13:40

      Dir ist schon bewusst, dass YouTube und Facebook Plattformen sind, auf denen jeder Mensch etwas publizieren kann. Und Bild hingegen eine Publikation mit ausschließlich eigenen Inhalten ist. Deshalb nicht wirklich vergleichbar.

  2. Denny Fischer

    Denny Fischer

    14. Mai 2020 at 08:50

    Hey, Andre. Letzte Chance. Ich denke, du kannst auf Wörter wie „Untertanmentalität“ sicherlich verzichten.

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