Xiaomi: Neueste Kamera-Smartphones der 17er Reihe kosten bis zu 1.999 Euro

Xiaomi Leitzphone

Xiaomi bietet drei neue Android-Smartphones für den globalen Markt an, doch hier sind nicht nur die Kapazitäten der Akkus beachtlich, sondern auch die sehr hohen Premium-Preise. Es geht mit dem Xiaomi 17 erst ab 999 Euro los.

Xiaomi ist ganz klar oben angekommen, wenn es um das Angebot der Android-Smartphones geht. Bei den Verkaufszahlen aber noch nicht, die Premium-Modelle von Xiaomi verkaufen sich nicht annähernd auf dem Level eines iPhones und auch zum Galaxy Ultra hat man ordentlich Rückstand. Xiaomi zieht aber durch, das neue Leitzphone kostet bis zu 1.999 Euro.

Neuester Snapdragon-Chipsatz, bis zu 1 TB Speicher und 16 GB RAM

Das ist ein krasser Kontrast. Es ist noch nicht lange her, da hat Xiaomi seine Highend-Smartphones besonders günstig angeboten. Hier und da gab es Nachteile, was die technische Ausstattung anging, aber man konnte bei den Leuten punkten und sich zu weltweiten Nummer 3 der Smartphone-OEMs aufschwingen. Die voranschreitende Premiumisierung hat sich längst manifestiert.

Dass Xiaomi mit dem Leica-Deal nicht mal kurz was bringen wollte, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen, zeigt jetzt das neue Leitzphone. Das ist ein komplett auf Leica ausgerichtetes „by Xiaomi“ Smartphone. Hier gibt es das industrielle Design von Leica, einen drehbaren Kameraring an der Rückseite und ein Preisschild von 1.999 Euro.

Leica-Smartphone ist beeindruckend, aber wird kaum Käufer finden

Abgesehen von Design und Kameraring, gibt es hier noch exklusive Leica-Funktionen für die Kamera. Alles cool, aber das dürfte so gut wie teure Elektro-Sportwagen funktionieren, nämlich sicherlich nicht so gut. Smartphones sind schnelllebig und daher schnell obsolet, die Parallele zu einer echten Leica-Kamera kann man simulieren, aber nicht tatsächlich herstellen.

Bei der Kamera gibt es nicht mal Unterschiede, das Setup an der Rückseite entspricht dem Original des normalen Xiaomi 17 Ultra: 23 mm Hauptkamera mit 1″ 50 MP Bildsensor (VARIO-APO-SUMMILUX 1:1.67–2.9/14-100 ASPH.) + 75 – 100 m Telekamera mit 1/1.4″ 200 MP Bildsensor + 14 mm Ultra-Weitwinkel mit 1/2.75″ Bildsensor. Ein Zweifelsohne starkes Setup.

Xiaomi 17 Ultra 3

Keine neue Software, keine Update-Garantie laut Homepage

Beim normalen Xiaomi 17 gibt es dreimal 50 MP, die Sensoren sind dabei nicht ganz so groß wie im Ultra, sollten aber erfahrungsgemäß eine hohe Qualität abliefern können. Wer ein kompaktes Modell möchte, der muss ohnehin zum 17er greifen, da ist das Display mit 6,3″ deutlich kompakter als die 6,9″ des Ultra. Da stehen auch 191 gegen 219 Gramm!

Ich werde jetzt nicht wieder alle technischen Daten runterbeten, viel mehr interessieren uns nämlich die Dinge, in den Xiaomi wieder etwas nachlässig ist. Qi2 für magnetisches Wireless-Charging gibt es nicht, ebenso wenig das Ultra-Breitband (UWB) und ab Werk gibt es sogar weiterhin das „alte“ HyperOS 3 ohne ein größeres Software-Upgrade.

Das kleine Modell hat den größeren Akku

Noch ein Kuriosum: Das Basismodell hat einen 6.330 mAh Akku, das Ultra kommt trotz seiner Größe auf nur noch 6.000 mAh. Wir wissen von der chinesischen Variante, das sogar Platz für 6.800 mAh gewesen wäre. Dennoch liegt Xiaomi in Europa mit diesen Akkus DEUTLICH vor der Galaxy S26-Serie von Samsung. (max. 5.000 mAh).

Xiaomi 17 im iPhone-Design:

Xiaomi 17 Hero

Was Xiaomi wirklich liegen lässt? Ich denke, das spannendste Modell wäre eigentlich die Pro-Variante mit dem zweiten Bildschirm an der Rückseite. Auch wenn der in meinen Augen echt sinnlos ist, das gibt es sonst nirgendwo. Aber das Pro bzw. Pro Max gibt es nur in China.

Man muss die erwähnten UVP-Preise nicht zahlen, nach Marktstart fallen die Preise der neuen Geräte schnell und es gibt auch Angebote wie Trade-In. Wer es nicht eilig hat, wird ab Herbst mit der 17T-Reihe auch noch einmal deutlich sparen können und das ohne große Nachteile.

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