Google führte im vergangenen Jahr die Pixel-exklusive Tagebuch-App auf Pixel 10 ein, jetzt landen mehr Funktionen davon auf der Pixel 9-Baureihe. Das folgt dem üblichen Prozedere bei Google, neue Funktionen erst mal auf neuen Geräten einzuführen und erst im Anschluss auf einige ältere Modelle zu bringen.
Nutzer der Pixel 9-Serie erhalten nach dem neuen Pixel Drop März 2026 nun Zugriff auf generative KI-Funktionen, die bisher exklusiv der Pixel 10-Serie vorbehalten waren. Die Funktion „Reflections“ soll den Nutzer dazu inspirieren, eigene Gedanken und Gefühle tiefergehend zu explorieren. Mit „Revisit Topics“ schlägt die App basierend auf früheren Einträgen relevante Themen zur erneuten Betrachtung vor.
Tagebuch auf Google Pixel: KI wird zum täglich verfügbaren Berater
Spielerisch wird es jedoch auch, denn über „Mood ID“ wird automatisch die Stimmung eines Eintrages erkannt und mit einem passenden Emoji ausgestattet. Dadurch sollen Stimmungstrends langfristig besser für den Nutzer erkennbar werden. Logisch: Dafür müssen Nutzer ihre persönlichen Einträge in der Tagebuch-App von der KI analysieren lassen.
Die Tagebuch-App für Google Pixel steht auch auf älteren Modellen zur Verfügung, die KI-Features werden jedoch auf neuere Pixel-Generationen beschränkt. Vor allem dürfte das daran liegen, dass die sensiblen Daten eher mit der On-Device-KI verarbeitet werden und daher nicht in der Cloud auf den Google-Servern landen.
KI ist kein guter Therapeut
Interessant finde ich den Ansatz, dass KI hier nicht aktiv auf eure Inhalte eingeht, sondern viel mehr beim Reflektieren und Nachdenken hilft. Google will nicht zum Therapeuten werden und das wäre meines Erachtens auch echt keine gute Idee. Ohnehin kann man davon abraten, ausführliche therapeutische Gespräche mit einem KI-Chat zu führen.
Ich bin mir leider auch ziemlich sicher, dass deutsche Nutzer ohnehin wieder etwas länger auf die angesprochenen Neuerungen in der Tagebuch-App warten müssen.