Bis zu 400 kW nach 20 Sekunden: Mercedes und BMW beeindrucken uns mit neuen Elektroautos am Schnelllader

Mercedes GLC EQ Grill Hero

Mercedes hat mit seinen neuen Elektroautos einen neuen Standard in Europa geschaffen, die Modelle ab dem CLA EQ erreichen über 350 kW am Schnelllader und das ziemlich schnell. BMW schafft sogar 400 kW.

Mercedes geht es dabei nicht darum, eine schnelle Gesamtladezeit zu erreichen, man hatte eher ein anderes Ziel. Denn es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass Modelle wie CLA EQ und GLC EQ für die gesamte Spannweite von auf 10 auf 80 Prozent dennoch länger als mein Hyundai IONIQ 5 bei ähnlicher Akkukapazität benötigen.

Aber Mercedes hat den Ladevorgang der neuen Elektro-Plattformen für kurze Stopps ausgelegt und kombiniert die Ladezeit mit einer hohen Effizienz. Bedeutet: Der Fahrer soll wirklich nur kurz laden und somit mehrere Hundert Kilometer Reichweite gewinnen können, müsste aber aber nicht die übliche Spanne von 10 auf 80 Prozent „erfüllen“.

Der neue Mercedes GLC EQ geht jetzt an den Start und untermauert in neuesten Tests seine gute Leistung, wenn die restlichen Bedingungen stimmen. Im kurzen Video wird das Fahrzeug mit 14 Prozent angesteckt und erreicht in ca. 18 Sekunden bereits die maximale Ladegeschwindigkeit von in diesem Fall 353 kW.

Das Versprechen: Nach zehn Minuten soll der Fahrer wieder losfahren können

Der Speed wird dann wirklich gut gehalten, mehr als ein Drittel des 85 kWh großen Akkus (14 auf 49 Prozent bzw. 37 kWh) sind nach weniger als acht Minuten nachgeladen. In diesem Zeitraum lag die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit bei 288 kW. Das ist für einen europäischen Autohersteller echt beeindruckend gut.

BMW liefert mit dem iX3 einen adäquaten Konkurrenten, der im Ladetest ebenfalls beeindruckt und sogar 400 kW erreicht. In diesem Fall ist die Batterie aber auch über 20 kWh größer, da braucht man also mehr Strom. Auch der neue Bayer braucht rund 20 Sekunden, um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen.

Die Ladekurve ist wirklich interessant, denn er hält die 390 kW an der 400 kW starken Säule von 1 bis 29 Prozent SoC. Hat also fast 33 kWh in nur 5 Minuten nachgeladen. Für die selbe Strommenge wie der Mercedes braucht der BMW hier zwei Minuten kürzer, nach nur zehn Minuten hat der iX3 bereits 54 kWh nachgeladen. Stark.

Obwohl die Chinesen wie Xpeng, Zeekr und BYD bereits noch einmal deutlich schneller laden könnten, jedenfalls mit höheren Geschwindigkeiten im Peak, dürfte weiterhin die europäische Infrastruktur ein Problem darstellen. Für die Leistung des Mercedes braucht man eine 400 kW Säule, die gibt es aber nicht gerade wie Sand am Meer. Für den BMW bräuchte es für maximale Performance sogar noch stärkere Ladesäulen.

Ich glaube, wir können heute als Zwischenfazit jedoch festhalten, dass die westlichen Hersteller mit großen Schritten aufgeholt haben. Die Ladekurven sind jetzt sehr gut, sie sind alltagstauglich für die Langstrecke. Und die Hersteller halten ihre Versprechen, nach nur zehn Minuten hat man wirklich Hunderte Kilometer Reichweite wieder Saft im Akku und es kann weitergehen.

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