Besonders über die Langlebigkeit von Elektroautos wird immer wieder viel gesprochen, denn dazu gibt es freilich nur wenige Informationen. Nun berichtet ein Tesla-Fahrer, wie sich sein Model S nach zwölf Jahren schlägt.
Was besonders spannend ist: In diesem Zeitrum und nach bald 274.000 Kilometern hat die Batterie eine Degradation (Verlust an Kapazität) von lediglich 15 Prozent. Von den ursprünglichen 394 Kilometern Reichweite sind heute noch rund 340 Kilometer übrig. Dass der Akku nach dieser Zeit massiv an Kapazität verloren hat, kann man daher nicht sagen.
Ein weiterer Pluspunkt: Tesla schafft es, dass das Fahrzeug nach diesem Zeitraum durch Updates immer noch auf einem aktuellen Stand ist und sich nicht „alt“ anfühlt. Dabei sind sogar Funktionen wie Remote-Zugriff per App und schlüsselloser Zugang verfügbar – sucht das mal bei anderen Herstellern und Autos in diesem Alter.
Was aus heutige Sicht ziemlich verrückt ist: Käufer der damaligen Tesla-Fahrzeuge profitieren noch heute von der kostenlosen Supercharger-Nutzung (lebenslang), die Tesla früher mal angeboten hatte. Was natürlich ein Grund ist, das Fahrzeug noch möglichst lange einzusetzen. Allerdings war die Ladezeit damals nicht so grandios, die liegt hier bei über 45 Minuten.
Außerhalb der Garantie hat der Nutzer rund 5.500 Euro in Reparaturen gesteckt. Dabei waren die größten Kostenpunkte der Austausch des Bildschirms im Innenraum und notwendige Arbeiten am Fahrwerk.
Ein deutlicher Nachteil sei der höhere Verschleiß der Reifen durch das höhere Drehmoment. Allerdings werden hier keine konkreten Kosten oder Zahlen genannt, das ist also eher anekdotisch und es gibt keinen direkten Vergleich der Kosten.
Was hingegen wirklich nichts kostet, sind die Bremsen, die aufgrund der Rekuperation immer noch die Originalen sind. Getriebe, Öl und andere Themen gibt es hier nicht. Nach der gesamten Zeit zeigt sich dieser Model S-Besitzer jedenfalls glücklich mit seiner damaligen Entscheidung.
