BYDs „Gods Eye“ mit Sichtproblemen – Luxuskunden berichten von gefährlichen Situationen

BYD Gods Eye Hero

BYD kündigte vor einiger Zeit sein „Gods Eye“ an, ein Programm für Assistenzsysteme in allen Fahrzeugklasse. Geplant ist, dass jedes Auto gewissermaßen selbst fahren kann, manche Modelle komplett autonom, einige zumindest auf der Autobahn und auf dem Parkplatz.

Gods Eye gibt es in drei Leistungsstufen, in der höchsten Variante setzt BYD auf Hightech-Sensoren wie LiDAR, in der günstigsten Ausstattung kommt nur eine optische Bildverarbeitung zum Einsatz. Doch ausgerechnet auch die Luxusvariante macht Probleme und sorgt für „gefährliche“ Situationen.

In den sozialen Netzen tauchen wohl immer wieder unterschiedlichste Fälle auf, viele Kunden äußern sich anonym. Ein exemplarischer Fall zeigt jedoch, dass BYD vielleicht etwas voreilig mit der Einführung seiner Systeme gewesen ist.

Der Besitzer des luxuriösen Yangwang U8 berichteten von mehreren Vorfällen mit dem System. Dabei sollten diese Systeme eigentlich „sicherer“ als der Mensch sein. In einer Situation habe das Fahrzeug eigenständig beschleunigt und sei dann fast in den Gegenverkehr gefahren. In einer anderen Situation habe das Fahrzeug ohne Grund stark eingelenkt und ebenfalls fast einen Unfall verursacht.

Yangwang-U8

BYD hat das ehrenvolle Ziel, dass Funktionen wie Gods Eye in allen Preisklassen als Serienausstattung dazugehören, ähnlich wie Airbag und Sicherheitsgurt. Warum soll der Kunde im Einstiegssegment weniger Sicherheitsfunktionen als der Luxuskunde haben? Das Problem ist nur, dass BYD hier vielleicht etwas etwas voreilig gewesen ist.

Der Druck am Markt ist riesig. FSD Supervised von Tesla startet jetzt auch in Europa, da wollen die Chinesen unbedingt mithalten oder sogar besser sein. Vielleicht geht man dafür etwas viel Risiko ein, was nicht sein müsste.

Was besonders spannend ist: Tesla setzt bislang ausschließlich auf Kameras bei FSD, hat aber über die letzten 10 Jahre wesentlich mehr Daten als alle anderen Autohersteller gesammelt. Das bringt den Vorteil, dass man „autonomes“ Fahren seinen Kunden jetzt schon in einer sehr ausgereiften Version im Endprodukt anbieten kann.

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