Obwohl die Autohersteller zuletzt wieder den Fokus auf Hybride verschoben hatten, soll das reine Elektroauto in den kommenden Jahren die dominante Antriebsform sein. Besonders führende Marken wie Volkswagen gehen weiter voran, stellen ihr Portfolio sukzessive um.
Aus den letzten Cleanroom-Gesprächen mit nationalen und internationalen Automobilherstellern gehen starke Prognosen für Elektroautos hervor. Für das Jahr 2030 wird in Deutschland ein Bestand von etwa 8 Millionen reinen Elektroautos sowie 2,4 Millionen Plug-in-Hybriden erwartet.
Bis 2030 sollen Elektroautos rund 70 Prozent des gesamten jährlichen Gesamtabsatz ausmachen können, das sind dann in etwa 1,8 Millionen Autos im Jahr. Zum Vergleich: 2025 lag der Absatz bei über 2,9 Millionen Fahrzeugen insgesamt, davon waren 545.142 Pkw bzw. 19,1 Prozent vollelektrisch.
Es wird erwartet, das ab 2030 mit jährlich über zwei Millionen zugelassenen Elektroautos ein echter Massenmarkt etabliert haben wird. Verbrenner sind dann nur noch die seltenere Ausnahme. Im Grunde genommen eine Umkehrung des heutigen Marktes, der noch vom Verbrenner dominiert wird.
Dass solche Zahlen zustande kommen können, ist natürlich auch vom Angebot abhängig, das deutlich wachsen soll und muss. Bis 2030 prognostiziert man ein um 40 Prozent größeres Elektroauto-Angebot in Deutschland, während zugleich auch das Hybrid-Segment sukzessive abnimmt.

Auch bei der Technologie werden Sprünge erwartet. In den nächsten Jahren werden wir immer häufiger Schnellladen mit über 150 kW in kleineren Autos sehen (ID. Polo z.B. lädt mit 135 kW). Außerdem sei die Batteriekapazität noch nicht am Limit, in oberen Fahrzeugsegmenten erwartet man eine Steigerung von weitern 30 Prozent.
Auch wenn das alles gut klingt, es gab schon mal andere Zahlen. Die Prognose von acht Millionen Elektroautos bis 2030 liegt deutlich unter dem ursprünglichen Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen Fahrzeugen. Außerdem reden wir hier von Angaben der Hersteller, da bleibt dann auch strategisches Wunschdenken nicht aus.
