BYD rutscht in die Krise: Gewinneinbruch, steigende Kosten und Formel-1-Einstieg

BYD Yangweng U9

BYD steckt in der Krise, die Gewinne gehen stark zurück und die Kosten für einzelne elementare Bestandteile der Fahrzeuge gehen in die Höhe. Dennoch möchte man den Einstieg in die Formel 1 weiterhin im Blick haben.

Umsatz und Gewinn gehen zurück

Besonders der chinesische Elektroautomarkt kommt in Probleme, denn staatliche Förderungen und Subventionen sind rückläufig. Das betrifft die Hersteller auch direkt, bei BYD bestand der Konzerngewinn 2025 zu über 30 Prozent aus Subventionen. Nun hat sich im ersten Quartal 2026 der Nettogewinn im Jahresvergleich um 55 Prozent zurückentwickelt auf 518 Millionen Euro.

Während der Umsatz um nur 11,82 Prozent zurückging auf 19,08 Milliarden Euro, ist der operative Cashflow mit einem Minus von über 67 Prozent regelrecht in sich zusammengebrochen. Kurzfristige Verbindlichkeiten sind hingegen um 72 Prozent auf nunmehr 8,4 Milliarden Euro gestiegen. Erfolgreich war man in Europa, hier steigt der Absatz um 170 Prozent.

BYD macht Gottesauge teurer

Für BYD erhöht sich der Kostendruck, auch weil Bauteile immer teurer werden, zum Beispiel für die autonomen Fahrfunktionen. Die Preise für das optionale Gods Eye B werden in China um satte 20 Prozent angehoben. BYD begründet diesen Schritt mit massiv gestiegenen Preisen für Speicherhardware auf dem Weltmarkt.

Die Preiserhöhung stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Strategie dar, bei der BYD eigentlich versuchte und groß ankündigte, fortschrittliche Assistenzfunktionen für den Massenmarkt besonders erschwinglich zu machen. Ziel ist es mit den verschiedenen Gods Eye-Stufen autonome Fahrfunktionen in allen Autos anbieten zu können.

BYD will in die Formel 1

Die absolute Königsklasse des Motorsports auf vier Rädern ist für viele Automarken weiterhin sehr wichtig, die trägt die Marken in die Welt hinaus und macht sie allen zugänglich, von jung bis alt. Der Sport kann eine Identifikation bei Menschen schon in jungen Jahren schaffen.

BYD will auch in die Formel 1, ein Einstieg wird derzeit geprüft. Der Vizepräsident Li Ke bestätigte laufende Gespräche mit der Führung der Formel 1, darunter ein Treffen mit dem Geschäftsführer Stefano Domenicali in Shanghai.

Bei der Formel 1 schreitet die Hybridisierung voran, vor allem in der neuen Saison hat sich einiges zugunsten des elektrischen Teil des Antriebs entwickelt. BYD zieht verschiedene Rollen in Betracht, man könnte Hybrid-Komponenten liefern, als Sponsor einsteigen oder langfristig sogar einen eigenen Rennstall betreiben.

Zuletzt sind zwei große Marken aus Nordamerika und Europa hinzugekommen, seit 2026 haben wir zwei Cadillac und Audi im Feld der Formel 1. Audi fährt sogar direkt um Punkte. Ein großer chinesischer Name fehlt noch, aber das wird wohl nur eine Frage der Zeit sein.

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