Volkswagen, Renault und inzwischen auch Stellantis setzen sich jetzt gemeinsam für „Made in Europe“ ein. Gefordert wird eine bessere Förderung der Autohersteller in Europa, die in in Europa ihre Autos entwickeln und produzieren.
Es sind weitere Maßnahmen gegen die Flut an chinesischen Autos, insbesondere günstige Elektroautos von BYD und vielen anderen. Gefordert werden finanzielle Belohnungen für Hersteller, die voll auf Europa setzen.
„Wir wollen sicherstellen, dass Europa die globale Führungsrolle in der Automobilindustrie behält.“
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Die drei Hersteller schlagen etwa eine Regelung vor, nach der 70 Prozent der in der EU verkauften Autos zu 70 Prozent aus regionalen Bauteilen bestehen müssen. Die restlichen 30 Prozent der Wertschöpfung dürfen aus anderen Regionen kommen.
Außerdem sollen Forschung und Entwicklung sowie die Konstruktion in die Definition von Produkten aus europäischer Fertigung einfließen. Damit soll „Made in Europe“ stärker geschützt werden.
„Wir brauchen einen Mechanismus, der europäische Autos und die europäische Industrie begünstigt … und dieser Mechanismus muss einfach, leicht umzusetzen und zu kontrollieren sein.“
Europa will sich mit diesen Maßnahmen nicht abschotten, sondern gegen den anhaltenden Trend wehren. Derzeit gibt es natürlich einige Fallbeispiele, die da künftig interessant werden. BYD wächst in Europa, entwickelt oder produziert hier bislang nicht. Leapmotor wächst ebenfalls, der Stellantis-Partner soll deshalb schleunigst in Europa stationiert werden.
Es gibt jedoch auch das Beispiel Cupra, die Seat-VW-Marke produziert den vollelektrischen Tavascan derzeit in China und profitiert von einer Ausnahmeregelung bezüglich der Importzölle.
Marken wie Honda aus Japan kritisieren die geforderten Lösungen. Man könnte als bisheriger strategischer Partner ausgeschlossen werden, das sei die Gefahr.
VW ist derzeit ein Vorbild, man entwickelt und produziert die Elektroautos in China für China und die europäischen Modelle werden in Europa vollständig auf die Räder gestellt. Sogar eine Batterieproduktion gibt es hier, die allerdings noch zu klein ist. (via Financial Times)
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Richtig so! Damit werden Batteriefabriken in der EU über die Hintertür gefördert. Für den Kunden darf es hier nicht nur nach dem Motto „Billig will ich“ gehen.
Ohne Batteriefabriken gibt es keine strukturierte Energiewende – eine absolute Abhängigkeit von China wäre hier fatal.
Die chinesischen OEMs können sich bei LG Energy Solution und CATL bedienen.
VW kauft ebenfalls zu 50 % bei externen Firmen ein und investiert von 2023 bis 2025 jedes Jahr mindestens 2 Milliarden Euro in eigene Fabriken. Das wird in der ganzen Krisendebatte über VW immer übersehen.