Bislang ist es außerhalb von China üblich, dass Elektroautos bei Strombedarf aufgeladen werden. Entweder mit dem Kabel zuhause oder an einer öffentlichen Ladesäule. NIO wollte das ändern. Der chinesische Hersteller setzt auf den Wechsel-Akku, nun auch beim Kleinwagen Firefly.
NIO verbaut jetzt die neueste Generation seiner Ladestation und löst damit sein größtes Problem. Endlich können hier alle NIO-Modelle ihren Akku tauschen. Dabei spielt keine Rolle, ob man mit dem größten SUV unterwegs ist oder mit dem Firefly, die richtigen Akkus sollen für alle Modelle „auf Lager“ sein.
In so einer Wechselstation werden die Akkus aufgeladen vom Netz und stehen für Kunden zum Wechsel bereit. In wenigen Minuten wird von der Station der leere Akku aus dem Fahrzeug entnommen und ein geladener Akku eingesetzt. Das System konnte ich selbst schon testen und es ist wirklich sehr genial.
SmartDroid.de bei Google folgenDer Akku-Wechsel macht sogar bei kleineren Modellen noch mehr Sinn, denn die können in der Regel sowieso aufgrund physikalischer Limits nicht so schnell laden. Mit dem Akku-Wechsel in 5 Minuten wäre ein Kleinwagen so richtig Langstreckentauglich, insofern das Netz aus Wechselstationen dicht genug ist.
Das einzige Problem von NIO ist der Absturz in Europa, hier verkauft die Marke kaum noch Autos und hat den Ausbau der Wechselstationen im Grunde genommen angehalten. Es gibt auch herstellerübergreifende Lösungen, aber die verbaut quasi kein Autohersteller. NIO ist dagegen in China durchaus erfolgreich und etabliert mit seiner Lösung.
