Ein elektrisches SUV im Format eines Kleinwagens mag nicht gerade kreativ sein, trifft aber genau in die Herzen des Volumenmarktes in Europa. Nun kann auch endlich VW mit dem ID Cross das entsprechende Modell beisteuern, die Produktion in Spanien hat jetzt begonnen, während gleichzeitig deutsche VW-Werke vor der Schließung stehen.
Ein paar Jahre lang galt Zwickau als das Vorzeigewerk von Volkswagen, es wurde zuerst komplett auf Elektroautos umgerüstet. Nun baut VW seine (kleinen) Stromer auf MEB+ etwas anders, jetzt sind die spanischen Seat-Werke die Vorreiter. Zugleich wird untermauert, dass die einzelnen Marken im Konzern ihre Macht verlieren, nun ist der Regionalverbund entscheidend.
Bedeutetet für die umgebauten Seat-Werke, dass hier Fahrzeuge von mehreren Automarken gebaut werden, zunächst sind das VW, Cupra und Skoda. Pamplona baut gerade noch Verbrenner und Elektroautos gleichzeitig, dort laufen die kleinen SUVs Skoda Epiq, ID Cross, T-Cross und Taigo von den Bändern.
SmartDroid.de bei Google folgen
Die Ansagen kommen nicht mehr aus Wolfsburg, stattdessen gehören die Werke zu einem gemeinsamen Regionalverbund und unterstehen einem Chief Production Officer, der speziell für diese Region verantwortlich ist. Alles ist modernisiert. Pamplona hat nur 5.500 Leute und produziert trotzdem rund 360.000 Autos im Jahr.
Der große Vorteil der neuen Elektro-Plattformen ist, dass sich die Autos der verschiedenen Marken wesentlich mehr Bestandteile miteinander teilen. Das wird in Zukunft noch größer, wenn mal SSP fertig ist (wieder verschoben!) und damit eine Plattform startet, die VW, Skoda und Audi gleichermaßen für aktuelle Modelle in beinahe allen Klassen einsetzen.
„Der ID. Cross ist ein starker Schritt für unsere Marke“, notiert der Markenchef zum Produktionsstart in der vergangenen Woche. Von diesem Modell erhofft sich VW hohe Stückzahlen, die kompakten SUVs kommen in Europa schon seit Jahren gut an, der vergleichsweise junge T-Roc ist zum Beispiel erfolgreicher als der Golf mit großer Historie.
VW muss jedoch einige Autos mehr verkaufen, damit sich das lohnt. Die ersten 100.000 Vorbestellungen für die neue Kleinwagen-Flotte sind gut, aber künftig muss das jedes der vier neuen Modelle alleine schaffen können und das jährlich. (via Automobilwoche)

Volkswagen Navarra ist kein Seat-Werk. Es gibt „nur noch“ ein echtes Seat-Werk, und das befindet sich in Martorell.Während in Deutschland viel über Einsparungen geredet wird, bekommen viele hierzulande gar nicht mit, dass Seat durch die Umstrukturierungen innerhalb der „Brand Group Core“ ebenfalls ordentlich gesundgeschrumpft wird. Ich glaube, dass die „SEAT S.A.“ bald nicht mehr in ihrer Eigenständigkeit existieren und komplett in die Marke Volkswagen Pkw integriert wird. Das wird die dortige Verwaltung hart treffen.Das kommt davon, wenn Spanien die chinesischen OEMs so hofiert…
VW scheint mit den vier Entry modellen zumindest für 1.5 Jahr keine Auslastungsprobleme in den spanischen Werken zu haben. Das sind doch mal eine gute Nachricht.