SMS, Anrufliste, Einstellungen: Das frisst jetzt euren Google-Speicher

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Bild: Nano Banana Pro

Über Jahre lief ein Teil eurer Handydaten unbemerkt an der Berechnung eures Google-Speichers vorbei. Damit ist seit dem 7. Juli Schluss. Google rechnet ab sofort das komplette Android-Backup auf das Speicherkontingent eures Kontos an, also auch SMS, Anrufliste und Geräteeinstellungen, die bisher außen vor blieben.

Bisher fielen nur nach Google Fotos hochgeladene Bilder und Videos sowie MMS-Medien unter das Limit. Neu hinzu kommen der eigentliche SMS-Text, die Anrufliste, Geräteeinstellungen und App-Daten. Im Schnitt soll das Backup dadurch um rund 40 MB wachsen, wie ein Google-Sprecher gegenüber Engadget bestätigte. Für neue Nutzer gilt die Regel sofort, bestehende Konten stellt Google in den kommenden Monaten um.

Das Backup teilt sich den 15-GB-Pool des Gratistarifs mit Gmail, Google Drive, Google Fotos und WhatsApp-Sicherungen. Und zwar pro Gerät: Wer neben dem Haupthandy noch ein Zweitgerät, ein altes Tablet oder ein Chromebook am selben Konto sichert, zahlt die 40 MB mehrfach ein.

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40 MB tun wahrscheinlich niemandem weh, ein voller Speicher schon. Dann nimmt Drive keine Uploads mehr an, und eingehende Gmail-Mails können an den Absender zurückprallen. Konten, die zwei Jahre über dem Limit liegen, riskieren laut Google sogar die Löschung von Inhalten. Wer ohnehin nah an der 15-GB-Grenze kratzt, hat mit der Umstellung einen Grund mehr, mal aufzuräumen.

Neue Schalter, aber mit Preis

Immerhin bekommt ihr mehr Kontrolle. Neue Schalter für SMS und MMS, Anrufliste und Geräteeinstellungen lassen euch einzeln festlegen, was ins Backup wandert. Auf Pixel-Geräten findet ihr sie unter Einstellungen > Konten und Sicherung > Google Backup > Andere Gerätedaten. Sie rollen getrennt über die kommenden Wochen aus und sind noch nicht auf allen Geräten angekommen.

Vor dem Abschalten lohnt sich kurzes Nachdenken: Bei den Geräteeinstellungen verliert ihr wenig. SMS und Anrufliste fehlen dagegen ausgerechnet beim Umzug aufs nächste Handy, wenn das Backup sie nicht enthält.

Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Erst im Mai hat Google testweise den freien Speicher neuer Konten auf 5 GB gedrückt, die vollen 15 GB gibt es dort nur gegen hinterlegte Telefonnummer. Beides sind getrennte Maßnahmen, die Richtung ist aber dieselbe: Google verwaltet seinen Gratisspeicher deutlich knauseriger als noch vor ein paar Jahren.

Schmeißt man kurz den Taschenrechner an, versteht man den Schritt in Zeiten allgemeiner Speicherknappheit vielleicht besser: Bei über drei Milliarden aktiven Android-Geräten entsprechen 40 MB pro Backup überschlagen mehr als 100 Petabyte (= 100.000 Terabyte), die Google bislang stillschweigend mitgeschleppt hat.

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SmartDroid.de als Quelle bei Google

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