Audi streicht Schichten, während Xpeng auf die Überholspur zieht

Xpeng L03 Rückseite

Audi fährt das Werk in Neckarsulm runter, dort wird die Nachtschicht gestrichen und die Zukunft ist weiterhin völlig offen. Derweil kommen klare Ansagen von chinesischen Marken wie Xpeng, die jetzt in Europa richtig durchstarten wollen und klare Ziele gesetzt haben.

Am Ende ist jedoch die Frage, inwieweit sich die einheimischen Marken noch Marktanteile nehmen lassen und wie fest die Ziele von Xpeng gesteckt sind. Nimmt man die Marke jedoch beim Wort, dann strebt man innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Marktanteil bei reinen Elektroautos von 5 bis 8 Prozent an.

Sollte ich das bewahrheiten, dann würde Xpeng laut aktuellen EU-EV-Zahlen recht weit vorne liegen und zwar definitiv in den Top 10 oder sogar in den Top 5. Mit den angestrebten 5 Prozent würde sich Xpeng vor Marken wie Renault, Volvo, Hyundai und Cupra setzen. Mit noch mehr Marktanteilen läge dann man dann schon auf Level von BMW, Tesla, Audi und Mercedes, während Skoda und VW weiter weg sind.

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Freilich ist das Zukunftsmusik und keiner weiß die Marktanteile in den kommenden Jahren. Es ist realistisch, dass zumindest auch BYD und Leapmotor weiter nach vorne rücken und in die Top 7 rutschen. Aber auch die VW-Marken werden mit ID Polo, Skoda Epiq und Audi A2 E-tron sicherlich noch neue Zielgruppen erreichen.

Xpeng hat mit dem L03 ein klares Statement gesetzt, das neue Elektro-SUV startet für unter 36.000 Euro und damit deutlich günstiger als VW ID.3 oder Tesla Model Y, selbst ein Skoda Elroq startet teurer. Ziel ist es künftig jedoch deutlich europäischer zu sein: „Wir sind hier, um in Europa für Europa zu produzieren“.

Xpeng produziert bereits in Europa, aber derzeit vergibt man Aufträge an externe Produzenten. Man ist bereits auf der Suche nach anderen Lösungen und da kommt das Problem von Volkswagen sicher wie gerufen. Es könnten bereits etablierte und gut angeschlossene Werke frei werden, allerdings im „teuren“ Deutschland und hier will selbst VW weniger produzieren.

„Fusionen und Übernahmen können eine gute Lösung sein.“

Xpeng will sich in Europa etablieren und setzt dafür gerade die Grundsteine. Zwar sind die eigenen Modelle unter der Hauptmarke schon interessant gewesen, aber mit den Mona-Modellen (originaler Name in China) macht man sich für den Volumenmarkt auf. (via Automobilwoche /2)

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