BYD-Händler nur 15 Minuten entfernt: Drastischer Angriff auf deutschen Automarkt

BYD Denza Z 3

Noch ist das Bild ein anderes, fährt man durch Städte in Deutschland und schaut sich um, dann sind da vor allem Autohäuser mit VW-Logo oder anderen deutschen Makren zu sehen. Künftig soll das Bild auch von Händlern mit dem BYD-Logo geprägt sein, die chinesische Automarke hat sehr drastische Pläne für Europa.

Autos in jeder Klasse über den Onlineshop anbieten? Das reicht nicht aus und BYD weiß das. Deshalb fährt das Unternehmen in Europa seit einiger Zeit eine komplett neue Strategie. Die Marke wird aggressiv und mit viel Nachdruck aufgebaut, unter anderem durch den stationären Handel.

Das große Ziel ist in Europa gesetzt: Es soll maximal fünf Jahre dauern, damit der Kunde BYD als europäischen Hersteller wahrnimmt. Händler in den Städten, Werke in Europa, Ladestandorte für Elektroautos – BYD schiebt den Ausbau in Europa voran.

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Bereits zwei Prozent Marktanteil hat man gewonnen. Das liegt unter anderem am rasanten Ausbau, zu dem der Deutschland-Chef das sagt: „Vor einem Jahr hatten wir in Deutschland erst 26 oder 27 Verkaufs- und Servicestandorte. Heute sind es bereits 220. Bis Ende des Jahres wollen wir auf 350 Standorte wachsen.“

Ziel ist es, dass Kunden maximal 15 bis 20 Minuten zum nächsten Händler fahren müssen. Einerseits für den Autokauf, der in Europa sehr vom klassischen Handel geprägt ist, aber natürlich auch bei Servicefragen.

Aber auch die hauseigenen Ladestationen für Elektroautos mit mehr als 1.500 kW Power (Flash Charging) sind eine hohe Priorität von BYD. Für Deutschland sind zunächst 300 Ladestationen geplant und diese sollen „so schnell wie möglich“ installiert werden. Im Allgäu steht die erste Anlage. Das passende Auto lädt man in 5 Minuten auf 70 Prozent oder 9 Minuten auf 97 Prozent.

BYD Denza Z9 GT Megawatt T Charger 1
BYDs Flash Charging

Offen ist weiterhin die Produktion. Mit einem Jahr Verspätung soll das Werk in Ungarn dieses Jahr noch starten. Eine weitere Fabrik wird aktuell gesucht, da könnte BYD bei VW fündig werden. Das erste Werk soll mittelfristig bereits 10.000 Arbeitsplätze schaffen. In Gesprächen ist man gerade mit über 600 Zulieferern.

Aber auch die Preise sind entscheidend und da macht BYD keine Gefangenen. Derzeit kann mit Herstellerbonus und E-Auto-Prämie wirklich sehr gute Preise realisieren. (via Bild)

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