RingConn Gen 3 getestet: Ein guter Einstieg, um den Schlaf zu messen

RingConn 3

Die smarten Ringe von RingConn und anderen Anbietern wirken auf den ersten Blick sehr nützlich, doch die Hardware am Finger hat auch große Nachteile. Wer aber vor allem den Alltag verfolgen möchte, keinen handdominierten Beruf ausübt oder Gewichte stemmt, kann damit sehr glücklich werden.

In einem anderen Beitrag hatte ich schon darüber geschrieben, welche Nachteile smarte Ringe gegenüber Wearables haben, die man zum Beispiel am Handgelenk trägt. Das ist beim RingConn Gen 3 nicht anders. Dafür ist das Tool super, wenn man im Alltag vor allem läuft und den eigenen Schlaf messen möchte.

Nach ein paar Tagen hat man sich an den doch relativ großen Ring gewöhnt. Ich selbst kenne nur meinen Ehering, den merke ich gar nicht mehr. Beim RingConn Gen 3 steckt jedoch Technik drin, die benötigt Platz. Das Gewicht hat für mich gar keine Rolle gespielt.

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Optisch und haptisch ist der RingConn Gen 3 auf jeden Fall gut gelungen. Aber das Ding fällt auf, egal in welcher Farbe, vor allem durch seine schiere Größe. Außerdem soll man diese Gadgets am Zeigefinger und nicht am Ringfinger tragen, auch das fällt meines Erachtens etwas mehr auf.

RingConn 3

Generell ist der RingConn Gen 3 darauf ausgelegt, euren Alltag zu tracken inkl. Schlaf. Beim Training mit Gewichten musste ich ihn immer ablegen, auch beim Radfahren auf dem Speediance Velonix saß der Ring dann nicht so gut und hat den Puls nicht gut genug erfasst. Ich glaube außerdem, dass handwerkliche Berufe eher ungeeignet sind.

Was hingegen wirklich gut funktionierte, war das Tracking meiner Vitaldaten im restlichen Alltag, die mit Fitbit Air weitestgehend übereinstimmten. Bei den Schlafdaten gab es kleine Abweichungen, mal 20 Minuten mehr REM bei dem einen Gerät, mal 20 Minuten mehr Tiefschlaf bei dem anderen. Grundsätzlich wurden die resultierende Regeneration und Schlafqualität jedoch ähnlich gemessen.

RingConn App 2

Bei der bloßen Schrittzählung ist der RingConn Gen 3 optimistischer. Es war fast immer so, dass der Ring mehr gezählt hat, zum Beispiel 17.000 statt 15.500 Schritte. Meistens lag der Unterschied bei ca. 10 Prozent, ohne jedoch exakt zu wissen, welches Gerät eigentlich tatsächlich richtig liegt. Zur Orientierung reicht das jedoch aus.

Meine größten Kritikpunkte sind die nicht so optimal ausgebaute App und die fehlende Weckfunktion, obwohl der RingConn Gen 3 vibrieren kann. In der App fehlt es mir an weiteren Daten, nicht mal das Gewicht wird über Health Connect herangezogen und ich habe auch keinen brauchbaren Wert erhalten, wenn es um die potenzielle körperliche Bereitschaft ging.

Auch nach Tagen mit extrem viel Bewegung, einer Sporteinheit und Arbeit, hatte ich am Tag danach fast immer einen hohen „Entspannungsstatus“ (immer über 80 von 100 Punkten), obwohl Körpergefühl und Fitbit Air ganz klar signalisiert hatten, dass da nun ein Restday ganz gut wäre. Tatsächlich bin ich aus den angezeigten Berechnungen nie so richtig schlau geworden.

RingConn App 1

Es war der App auch meistens ziemlich egal, ob ich 17.000 Schritte gemacht habe oder einen Tag mit 15.000 Schritten plus 45 Minuten RPE8 Workout (händisch eingetragen) hinter mir hatte, da wurde zum Beispiel das Aktivitätslevel gleichermaßen mit 100 von 100 Punkten bewertet. Meiner Meinung nach sind diese Tagen jedoch grundlegend unterschiedlich zu bewerten.

Zu guter Letzt gibt es da noch den Lebensstilwert, also eine Bewertung für euren Lebensstil anhand eurer Daten. Nur sehe ich auch hier das entscheidende Problem, dass viele Werte und Daten gar keine Rolle spielen, wozu Ernährung, Gewicht, Medikamente, etc. gehören. RingConn konzentriert sich allein auf erfasste Daten wie Schlaf, Schlafrhythmus, Aktivitäten und so weiter.

Mit dem Case kann man den Ring jederzeit kabellos aufladen:

RingConn 3 Case

Während ich die Hardware insgesamt gut finde, auch weil die Akkulaufzeit bei gut zwei Wochen liegt, hat die Software sehr viel Luft nach oben. Ich bin aber auch Whoop und Google Health gewöhnt, da wird man echt gut an die Hand genommen, es lassen sich viel mehr relevante Daten erfassen und man bekommt tolle sowie tatsächlich hilfreiche Auswertungen präsentiert.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

1 Kommentar zu „RingConn Gen 3 getestet: Ein guter Einstieg, um den Schlaf zu messen“

  1. Ich trage den Ring seit 18 Monaten und bin mit den Messungen zufrieden. Leider lässt der Akku sehr nach und ich. USS alle 2 Tage laden. Das enttäuscht ein bisschen.

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