Samsung hat Galaxy-Geräte in ihrer Leistung beschränkt, jetzt werden dafür Strafzahlungen fällig

Samsung Galaxy S22 Ultra Zana Latif 2mer Da7mic Unsplash

Bild: Zana Latif/Unsplash

Samsung habe einige Jahre für die besonders hohe Spieleleistung seiner Galaxy-Flaggschiffe geworben, doch dabei mit keiner Silbe erwähnt, dass es auch Einschränkungen bei bestimmten anspruchsvollen Spielen gegeben hat. Nun hat die FTC in Südkorea eine Strafzahlung verhängt.

Schlussendlich ist es hier eine Frage der Transparenz und die Behörde sah die Werbung von Samsung als missverständlich an. Betroffen sind in diesem Fall die Galaxy-Serien S21, S22 und Galaxy Tab S8 gewesen, im Speziellen ging es um den Game Optimization Service (GOG).

Während die allgemeine Leistungsregelung auf die Gerätetemperatur reagiert, begrenzten diese Regeln laut Behörde die maximalen CPU- und GPU-Taktraten unmittelbar beim Start bestimmter Spiele. Die Begrenzung griff damit auch dann, wenn das Gerät noch nicht heiß war. Das wurde nicht offen genug kommuniziert.

SmartDroid.de bei Google folgen

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen temperaturabhängiger Drosselung und einer vorab festgelegten Leistungsobergrenze. Nach Einschätzung der FTC konnten dadurch Ruckler, verzögerte Touchreaktionen oder eine geringere Grafikqualität entstehen.

Samsung hat „Optimierungen“ nicht gut genug offen gelegt

Samsung hat allerdings stets damit geworben, dass die betroffenen Galaxy-Smartphones mit „dem schnellsten Chip der Galaxy-Geschichte“ ausgestattet waren und deshalb auch das „ultimative mobile Spielerlebnis“ bieten konnten. Für die FTC irreführend. Die Strafzahlung liegt jedoch bei schmalen 13 Millionen Euro (umgerechnet).

Samsung sieht das naturgemäß anders und argumentiert unter anderem so: „Es ist schwer nachvollziehbar, dies als irreführende Werbung einzustufen, nur weil die konkrete Funktionsweise der Optimierung nicht in der Werbung enthalten war.“

Fakt ist, dass Samsung schon seit vielen Jahren immer wieder Probleme mit den eigenen Exynos-Lösungen hat, hier reicht oftmals die Performance nicht oder sie sind eben zu heiß geworden. Deshalb weicht man oft auf Snapdragon-Chipsätze aus. Google, die in Pixel-Telefonen bis vor einem Jahr auf eine Exynos-Basis setzten, hatten ähnliche Probleme über viele Jahre. (via ET News)

Lesenswert: Samsung-Update frisst bei einzelnen Galaxy-Nutzern den Akku

SmartDroid.de als Quelle bei Google

Schreibe einen Kommentar

Bleibt bitte nett zueinander!