AC-Ladepreise „wie im wilden Westen“: Es wird immer schlimmer

Ev Elektroauto Laden Head

Ernest Ojeh, Unsplash

Während mein Sommer vor allem von positiven Erfahrungen mit dem Schnellladen und attraktiven Preisen geprägt war, sieht das bei AC-Ladepreisen inzwischen komplett anders aus. Es scheint inzwischen fast überflüssig, dass Hersteller wie Hyundai sogar 22 kW in ihren Elektroautos anbieten.

In einigen Städten gibt es wohl noch gute Preise, aber in der Regel scheint das Laden per AC sehr teuer geworden zu sein und macht auch deshalb kaum noch Sinn. Was nutzt es mir, wenn ich in vier Stunden einen elektrischen Kleinwagen beinahe vollladen kann, wenn der Preis dafür absurd hoch ist. Dabei bieten die hohen Spritpreise an, sich als bessere Alternative anzubieten.

70 Cent und ähnliche Preisregionen je kWh sind inzwischen normal. Was auch mir und anderen aufgefallen ist: AC-Ladesäulen von städtischen Betreibern scheinen nun häufiger externe Ladekarten wie von Ewe Go abzulehnen. In einem Fall, der mir gerade über den Weg gelaufen ist, blieb dem Kunden nur noch 69 Cent als Ad-Hoc-Preis.

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Ich weiß noch, dass wir mal für rund 30 Cent geladen haben, als ich vor ein paar Jahren mit dem ID.3 in die Welt der Elektroautos eingestiegen bin. Dabei ist der Industriestrompreis im Grunde genommen kaum teurer als vor fünf, sechs Jahren. Das lässt sich dem Kunden nicht mehr erklären.

Wir laden nur noch schnell beim Einkauf, die AC-Ladesäulen in der Nähe zu unserer Wohnung verwenden wir aufgrund der hiesigen Preisstruktur gar nicht mehr. Ich sehe nicht, dass sich die Stadtwerke gerade sonderlich darum bemühen, dass die Ladesäulen auch irgendwann mal kein Verlustgeschäft mehr sind.

Auch im letzten Charging Radar von Edison hat sich gezeigt, dass der durchschnittliche AC-Ladepreis in Deutschland bei satten 57 Cent lag. Gar nicht so weit entfernt vom durchschnittlichen DC-Ladepreis von 62 Cent, obwohl man sogar bei deutlich mehr Zeitaufwand trotzdem wesentlich weniger Leistung abrufen kann.

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7 Kommentare zu „AC-Ladepreise „wie im wilden Westen“: Es wird immer schlimmer“

    1. beim Aldi Süd in Augsburg AC 47ct, genauso viel wie bei DC 150kW, in Haunstetten (Ortsteil von Augsburg) oder Friedberg, paar km außerhalb, AC 27 ct/kWh.

  1. Traurig wie der eigentlich so große Effizienzvorteil der Elektroautos durch solche Preise völlig zunichte gemacht wird.

    Das Problem ist in den meisten Gegenden schon lange nicht mehr, dass es keine Ladesäulen gibt….. Sondern, dass man die meisten davon nicht verwenden möchte :/

  2. Hier wäre doch mal die hoch bezahlt- und Qualifizierte ehemalige Stromkonzernvorsitzende Fr. Reiche und jetzt Bundesministerin für Wirtschaft und Energie gefragt. Ist diese Preisstruktur Willkür oder doch von der Ministerin gesteuert um endlich diesen ekelhaften erneuerbaren Energieschub wieder zu bremsen? Donald läßt grüßen.

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