In den letzen Jahren war es vermutlich oft genug so, dass sich Elektroauto-Fahrer darüber gefreut haben, wenn überhaupt ein Ladepunkt vorhanden war. Doch mit zunehmender Normalisierung elektrischer Autos im Alltag, steigt zugleich auch der Anspruch an die Ladepunkte.
Der Wettbewerb wird härter und teurer. Kunden wollen mehr, sie verlangen Komfort, transparente Preise und eine hohe Ladegeschwindigkeit. Vor allem in Europa wächst der Druck nicht mehr nur in die Breite, auch auf technischer Seite kommen durch chinesische Konkurrenten neue Standards in den Markt.
BYD hat einen brutal Ausbau für Europa angekündigt und setzt dafür auf seine Megawatt-fähigen Schnelllader. Einzig fehlt hier noch der Beweis, dass man den eigenen Versprechen bzgl. Ausbau wirklich gerecht werden kann, bislang sind da noch sehr große Lücken.
SmartDroid.de bei Google folgenBYD geht ohnehin voran, wenn es um Chinesen im Weltmarkt geht. Nun startet mit dem Atto 8 erstmals ein Modell der Hauptmarke mit Flash-Charging in Europa, nachdem der Denza Z9 GT die Premiere für die Technologie begleitete. Außerdem kommt Schnellladen von BYD nun sogar in den kleinsten Modellen an.
Das grundlegende Problem für alle: Standorte tragen sich oftmals noch nicht wirtschaftlich, die Auslastung je Ladepunkt ist schlichtweg zu gering. Dennoch muss investiert werden, um nicht gänzlich hinter China zu fallen, warnen Experten.
„Wenn wir nur hinterherlaufen, um direkt hinter ihnen zu landen, sind wir nicht ehrgeizig genug.“
Um die Standorte wirtschaftlicher zu machen, muss die Qualität stimmen und passen. Das bezieht auch eine bessere Transparenz der Preise mit ein, die ich zuletzt wiederholt kritisierte.
Neben BYD hat mit Geely ein weiterer großer Fernost-Konzern angekündigt, in Europa eine größere Infrastruktur etablieren zu wollen. Dagegen haben sich die europäischen Automarken eher dafür entscheiden, Geld in Unternehmen wie Ionity zu stecken und keine eigenen Netzwerke zu etablieren.
