Es wird nun fast schon täglich konkreter, wenn es um den Einsatz der in China entwickelten Architekturen und Plattformen für künftige Elektroautos geht, diese nach Europa zu bringen und hier einzusetzen. VW will damit massiv Kosten drücken, die „im Westen“ entwickelten Technologien wären deutlich teurer.
VW würde damit die Globalisierung gut nutzen und nicht alles nach China auslagern, sondern nur einzelne Kernkomponenten künftiger, neuer Europa-Modelle. Nun sickert langsam durch, dass VW sogar ziemlich umfassende Pläne hat, denn die China-Technik soll in bis zu 75 Prozent aller Kernmodelle eingesetzt werden.
Kernmodelle betreffen sicherlich Fahrzeuge aller Marken der Core-Gruppe, dazu gehören zukünftige Elektroautos von Skoda, VW und Cupra. Bei Seat gibt es wohl niemals elektrische Autos, die Marke soll sogar bis 2029 eingestellt werden. Ob die günstigere China-Technik vielleicht doch elektrische Seat-Modelle möglich macht, ist bislang noch kein Thema.
SmartDroid.de bei Google folgenDer neue ID Aura L5, eine neue Limousine für den chinesischen Markt mit der neuen Technik im Kern:

Einheitliche Software für alle Modelle, weniger Werkstattbesuche, mehr Updates
Insbesondere CEA scheint für Europa interessant zu sein, dass ist die zonale Elektrik- und Elektronikarchitektur mit leistungsfähigen Zentralrechnern, wodurch sehr viele Steuerteiler obsolet gemacht werden. Die Fahrzeuge können dadurch künftig schnell und umfassend drahtlos aktualisiert sowie verbessert werden.
„Wir prüfen derzeit, wie wir das System am kosteneffektivsten für das Volumensegment vorbereiten können, und untersuchen, ob das CEA-Modell tatsächlich das richtige für Europa ist.“
VW steht vor dem Problem, dass die chinesischen Entwicklungen durch die Anpassung an europäische Bedürfnisse zwangsläufig ebenso teurer werden. Aber sicherlich nicht so teuer wie die westlichen Entwicklungen aus dem Joint-Venture mit Rivian. Diese Entwicklungen bleiben übrigens fest geplant und starten 2027 im ID Every1.
VW-Chef Schäfer sagt jetzt, er „glaube schon“, dass man die chinesische Technik für Europa übernehmen werde, aber man sei mit den Überlegungen und Planungen „noch nicht fertig“, notiert Autocar.
Womit ist am Ende zu rechnen? Chinesische Technologie in vielen „günstigeren“ Core-Modellen, dafür Rivian als Flaggschiff-Lösung für Fahrzeuge von Audi und in hochklassigen Fahrzeugen von Cupra, VW und Skoda. Dass die Rivian-Technologie im ID Every1 eingesetzt wird, also im günstigsten Elektroauto, ist wohl eher der ursprünglichen Planung des Projekts geschuldet.
