Seat wurde in den letzten Monaten zurecht totgeredet, denn die günstige Automarke aus dem VW-Konzern hat kein Elektroauto und wird perspektivisch auch keins bekommen. Überleben kann man so nicht wirklich, doch das Aus für Seat sei laut CEO noch nicht endgültig beschlossen.
Aus eingesehenen Dokumenten berichteten unter anderem Medien wie Autocar vom geplanten Aus der Marke bis 2029. Nun spricht der amtierende Chef von Seat und Cupra darüber. Er sagt, dass das Ende der Marke definitiv zu den Szenarien gehöre, die man aktuell intern prüft.
Noch sei ein Aus der Marke jedoch nicht beschlossen. Fakt ist heute, dass Cupra inzwischen den Rang von Seat abgelaufen ist und die Cashcow des Seat-Konzerns darstellt – inklusive guter Zukunftsaussichten. Während man das Portfolio von Seat kaum verändert hat, wurde Cupra als neue eigenständige Marke erfolgreich in Europa aufgebaut.
SmartDroid.de bei Google folgen„Es gibt ein Szenario, in dem ein Auslaufen von Seat Realität werden könnte.“
Derzeit steht bei VW im Grunde genommen alles auf dem Prüfstand und das könnte ein Aus nicht nur für einzelne Modelle bedeuten, sondern auch für ganze Automarken. Seat ist jedenfalls deutlich abgefallen. Allerdings nur als Marke, die Seat-Werke produzieren jetzt die erfolgreichen Elektro-Kleinwagen der anderen VW-Marken.
Es klingt weiterhin danach, dass das Weiterleben von Seat vor allem an die regulatorischen Bedingungen der EU geknüpft ist. Bedeutet: Wenn hier weiter gelockert wird und Verbrenner möglich sowie gefragt sind, gibt es auch noch Modelle von Seat.
Von einem reinen Elektroauto mit Seat-Logo ist weiterhin nicht die Rede, das scheint kein mögliches Szenario zu sein. Ist auch schwierig, wenn Skoda und VW bereits die Preisbereiche bis 20.000 Euro abdecken wollen, noch günstiger kann Seat nicht werden, wenn man auch Geld verdienen will.
Was der Seat-Chef aber heute schon verspricht: Wenn Seat auslaufen sollte, wird es immer noch bis zu 15 Jahre lang Service für Kunden der Marke geben.
