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AllView X1 Soul im Test

Vor wenigen Wochen wurde das AllView X1 Soul angekündigt, ein rumänisches Smartphone für den europäischen Markt, welches insgesamt eigentlich eine starke Ausstattung bietet. Wir hatten das Gerät jetzt im Test und wollen euch die Vor- und Nachteile des High-End-Smartphones näher bringen.

Das AllView X1 Soul hatte direkt mit Präsentation meine Aufmerksamkeit, denn es vereint das Design von Xperia-Smartphones und dem aktuellen iPhone, hat eine sehr gute Ausstattung und ist letztlich dann doch recht günstig. Wie immer gilt, dass man den Preis von 350 Euro nicht mit dem Preis des Nexus 5 vergleichen kann. Es sind grundunterschiedliche Geräte.

Design ist „nicht Fisch, nicht Fleisch“

Eine beliebte Floskel, welche auch auf das X1 Soul gut zutrifft. Was optisch auf Pressebildern zunächst wirklich ganz nett wirkt, ist in der Realität irgendwie komisch anzufassen. Selbst nach Wochen bin ich immer noch unschlüssig, ob das X1 Soul nun aus Metall oder Kunststoff ist, ob es sich hochwertig oder doch billig anfühlt. Ganz klar muss man sagen, dass am Gehäuse alles fest an seinem Platz sitzt. Die Verarbeitung wirkt sehr gut, nichts knarzt. Andererseits fühlt sich die Oberfläche einfach komisch an, schwer beschreibbar. Hinzukommt ein recht niedriges Gewicht, was zwar positiv zu werten ist, das Gerät allerdings dadurch nicht so solide wirken lässt, obwohl es das eigentlich ist. Ich habe mich glaube noch nie so schwer getan ein Gerät bzgl. seiner Haptik zu bewerten. Die Verarbeitung hingegen lässt keine Wünsche offen.

Nervfaktor Nummer 1: Leider ist der Power-Button wieder auf der Oberseite angebracht, was mich persönlich echt stört. Allerdings kann man das Gerät auch mit den seitlichen Tasten für die Lautstärke aktivieren.

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Technische Daten auf hohem Niveau

Laut Datenblatt ist das X1 Soul ein aktuelles Top-Smartphone, doch wie immer trügt ein wenig der Schein, denn Quad-Core ist nicht gleich Quad-Core. Vor allem bei dem hier verbauten MediaTek spürt man deutlich, dass dieser (bzw. seine GPU) mit der Display-Auflösung von 1080p durchaus zu kämpfen hat. Oftmals laufen einige Dinge nicht so 100% flüssig. Man hat das Gefühl, dass beispielsweise Animationen teilweise in Slow-Motion dargestellt werden. Das nervt Geeks wie mich, der normale Nutzer dürfte sich daran aber kaum stören.

Ansonsten finden wir im X1 Soul eine 13 MP Kamera + 5 MP vorn, 2 GB RAM Arbeitsspeicher, 32 GB Datenspeicher, das besagte 5 Zoll IPS Display mit Full HD-Auflösung, Yamaha Audio-Verstärker, WLAN-n, Bluetooth 4.0 und so weiter.

Display, Kamera & Sound

Wenn wir schon mal bei Hardware sind, machen wir da auch gleich weiter. Zwei meist sehr wichtige Bestandteile sind das Display und die Kamera eines Smartphones. Wie gesagt, laut Datenblatt müssen sich diese Module nicht verstecken, auch in der Realität nicht. Das Display macht auf mich einen insgesamt sehr guten Eindruck. Es ist gestochen scharf, bietet eine gute Darstellung der Farben und die Helligkeit ist auch okay. Es kann mit den meisten Geräten der Konkurrenz ganz gut mithalten, egal wie groß der Name des Herstellers auch sein mag.

So siehts auch bei der Kamera aus. Nicht übermäßig gut, nicht wahnsinnig schlecht. Wenn die Beleuchtung passt, dann passen auch die Fotos und ihre Qualität halbwegs. Wie immer darf man sich von der Menge der Megapixel nicht blenden lassen, die stehen letztlich nicht für die Qualität der Fotos. Erfreulich ist neben der zufriedenstellenden Qualität auch die Menge an Effekten bzw. zusätzlichen Funktionen für die Kamera. So kann man 180° Panoramas erstellen, störende Objekte aus Fotos entfernen, der Burst-Mode ermöglicht bis zu 99 Fotos in 21 Sekunden, mit Best Picture kann man Gruppenbilder automatisch mit dem besten Ergebnis erstellen lassen und es gibt verschiedene automatische Auslöser (beispielsweise Lächelerkennung). Die Fokussierung bei Makroaufnahmen scheint ebenfalls recht gut zu sein. (Hier ein paar Fotos)

Auch beim Sound kommt das X1 Soul nicht schlecht weg, die an der Unterseite untergebrachten Lautsprecher geben den Sound recht originalgetreu wieder.

Software

Ganz weit weg von mir ist allerdings das Design der Software. AllView passt Android optisch recht stark an, was mir persönlich nicht zusagt, andererseits Nutzern die Möglichkeit bietet, ihr Smartphone etwas zu individualisieren. Eine integrierte Theme-Engine gibt euch verschiedene Optionen. Wie ihr auf den Screenshots sehen könnt, gibt es da für verschiedene Geschmäcker etwas.

Wie gewohnt gibt es noch weitere Anpassungen, wie etwa in den Einstellungen oder auch bei den Quick Settings in der Status Bar. Ein paar Apps wie eine Office Suite oder AntiVirus sind ebenso mit an Bord, Gesten wie beispielsweise Anrufannahme ohne Displayberührung beherrscht (meist nicht so gut) das X1 Soul ebenso. Sogar ein Gast-Modus ist integriert.

Wie gewohnt liegt hier der entscheidende Unterschied zu Nexus-Geräten, denn es sind zahlreiche Anpassungen und Funktionen an Bord, welche Stock-Android einfach nicht bietet. Ob man diese dann auch nutzt, steht auf einem anderen Blatt. Hier stellt sich zudem auch die Frage, ob ein weniger angepasstes Android einer flüssigeren Bedienung dienlich gewesen wäre?!

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Akku

Abschließend noch zwei Worte zum Akku, welcher mit 2.000 mAh nun nicht gerade die größte Kapazität bietet. Dennoch konnte er sich beachtlich durch den Tag kämpfen. Es ist ein typischer 1-Day-Akku, man kommt also jetzt nach Nutzung über den Tag. Wunder solltet ihr zwangsläufig nicht erwarten.

Fazit

Immer wieder kommt bei Geräten in dieser Preisklasse das typische Nexus-Argument. Aber wie oben schon erwähnt, bietet ein Stock-Android meist nur ein Bruchteil der Funktionen, die Geräte mit angepasster Hersteller-Oberfläche bieten. Man muss sich also selbst die Frage stellen, was man wirklich benötigt und haben möchte. Wer einen interessanten Exot nutzen möchte, sollte sich das X1 Soul mindestens anschauen. Mehr Infos direkt zum Gerät gibt es bei AllView auf der Webseite.