Android 7 nach sieben Monaten auf nur fast 5 % aller Geräte

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Android 7 Nougat wurde gegen Ende August an den Start gebracht, doch die Verteilung in den letzten sieben Monaten lief mit Blick auf den gesamten Markt recht schleppend. Natürlich gibt es dafür sehr viele Gründe, weshalb wir die Statistiken zur Verteilung der Anroid-Versionen in den letzten Monaten eher ignoriert haben. Kaufen können wir uns eh nichts davon und es ändert sich auch nichts für uns.

Android 7 Nougat steht also zum Anfang April bei lediglich 4,9 %. Das ist der Anteil der Geräte, die mit Google Play aktiv sind und daher in diese Statistik fallen. Noch immer hat Android 5 Lollipop mit über 32 % den Bärenanteil aller noch erfassten Android-Versionen, Marshmallow liegt mit knapp über 31 % auf dem zweiten Platz.

Selbst das mehrere Jahre alte Android 4.x Jelly Bean ist weiterer verbreitet als Android 7 Nougat. Aber natürlich hängt das auch mit der Preisstruktur von Android zusammen, da besonders günstige Geräte kaum mit Updates beliefert werden und in der Masse die Statistiken dahingehend leicht verfälschen.

Eine Zusammenfassung ausschließlich der Flaggschiff-Smartphones, um beispielsweise einen Vergleich mit Apple-Geräten zu haben, würde nämlich etwas anders aussehen. Hätte, wäre, wenn…. mit welcher Android-Version seid ihr derzeit unterwegs?

Neue Geräte mit altem Android

Abschließende Kritik muss aber sein, denn Samsung, HTC und andere Hersteller bringen sogar brandneue Geräte mit alten Android-Versionen an den Start. Zuletzt das HTC U Play, die Galaxy A 2017-Serie oder auch das Huawei Honor 6C – allesamt wurden trotz verfügbarem Android 7 noch mit Version 6 veröffentlicht.

[via Google]

  • Mark-Ingo Thielgen

    Ganz im Ernst: Das ist ein absolutes Armutszeugnis für die gesamte Android-Branche und zeigt zudem, dass der (vermeintlich) „universelle“ Ansatz von Android vollends gescheitert ist. Nicht umsonst hat Google versucht, mit den Pixel-Phones so etwas, wie „ein klein wenig Update-Sicherheit“ a’la Apple zu schaffen, garantiert diese aber selbst nur auf 2 Jahre… Wieso sollten es die Lizenznehmer denn besser machen?

    Und seien wir mal ehrlich: Die wesentlichen „Unterschiede“ zwischen Android 6 und 7 sind aus User-Sicht bestenfalls optischer Natur – und selbst da muss man schon ganz genau hinsehen. Standard- bzw. „Vanilla“-Android wird zudem funktional und optisch weiter unattraktiv. Es hat immer noch den hausbackenen Charme von „Windows 95 auf Droge“, während so mancher Lizenznehmer (z.B. Asus mit der ZenUI oder Huawei/Honor mit Emui) zeigt, was man wirklich in Bezug auf „Look & Feel“ heraus holen kann. Und dann wird plötzlich die Android-Version absolut nebensächlich… (Ich habe unlängst Asus ZenUI 3.0 auf mein „uraltes“ Reservergerät HTC One M7 gespielt und hatte plötzlich ein „neues“ Handy. – Sch**ß drauf, dass da nur Android 5.0.2 drunter steckt. Merkt eh niemand.)

  • Karsten

    Google müsste sämtliche Veränderungen der Hersteller wie eigene Launcher verbieten und selbst die Updates übernehmen und nicht den Herstellern überlassen.sollen es ähnlich machen wie Apple oder Windows und Geräte mindestens 2jahre mit Updates versorgen.ausreden gibts aber das angeblich die Hardware nicht mitmacht von billighandys…..Komisch das selbst auf einem dualcore mit 512 RAM Android 6 veröffentlicht wird wo es vorher hieß das funktioniert nicht.aber die Leute sind so doof und müssen jedes Jahr neues Handy haben.reiches Deutschland.

    • Karsten

      Ich bin von Apple zu Android nach 4 Jahren iPhone 5 gewechselt.brauchte ein neues Handy weil Akku schlapp macht vom iphone und hab mir das Moto g5 geholt.find es nach 14 Tagen bisher echt in Ordnung.android 7 läuft.ob da nun 8 als Update rauskommt oder 7.1.x steht noch offen.aber selbst wenn nicht… Stört mich nicht.Was ich aber nicht verstehe…Das viele sich nach 6 Monaten ein neues Handy wünschen obwohl erst ein neues gekauft wurde nur weil Werbung gemacht wird für eine neue Android Version.und wie schaffen das viele ein Display Bruch z.b. Galaxy s7 Edge wenn geworben wird mit Gorillaglas und bruchsicher….Hauen die mit Absicht mit dem Hammer drauf?

      • „Bruchsicher“ ist halt auch nur ein Werbeslogan. Natürlich ist es weniger anfällig als „normales“ Glas, man muss ja immer bedenken, wie dünn das Glas bei Smartphones ist. Trotzdem ist ein Sturz auf Fließen oder Beton eine unfassbare Belastung.

      • Mark-Ingo Thielgen

        Displaybruch? Ganz einfach:

        Mein Moto X Play, das angeblich auch Gorillaglas hat, ist mir beim Beladen des Autos aus etwa einem halben Meter auf den Boden gefallen. Trotz zusätzlicher „Panzerglas“-Schutzfolie war das Display danach nur noch eine Krümelsammlung. Gegen Pflasterstein hat auch Gorillaglas keine Chance – vor allem, wenn, wie bei modernen Smartphones, das Glas bis zum Gehäuserand reicht oder diesen gar ersetzt (2.5 D-Glas).
        Beim dritten Versuch hat es der Reparaturbetrieb dann doch irgendwie geschafft, ein neues Display zu verbauen, bei dem es nicht an der Seite heraus leuchtet. Welche Qualität das verbaute Ersatzglas allerdings hatt(e) konnte mir keiner sagen. Auf jeden Fall hat die neue dünne Scherbe ein paar Wochen später nicht einmal einen Sturz aus etwa 30 cm Höhe ausgehalten (bei geschlossenem Flip Case!)… Eine weitere Reparatur lohnt sich nicht -> Handy = Elektroschrott.

        „Gorillaglas“ oder „H9-Bruchschutz“ sind Marketingvokabeln und können gegen die schiere Kraft der Phsik wenig anrichten.

    • Mit Deutschland hat das nichts zu tun, das nennt man Kapitalismus. Der funktioniert eben nur mit stetigem Konsum.

  • AyoTec

    Die können sich das leisten weil es keine alternativen gibt. Apple ist für mich zu teuer. Ein geschlossenes System, also nichts für mich. Gäbe es eine gute Alternative wäre ich schon längst weg von Android. Android gefällt mir aber Google bringt neue Systeme und dann interessiert es die nicht ob das ausgerollt wird oder nicht.