Audi: Neues Topmodell hat fette Bildschirmränder und Verbrenner – kein „Vorsprung durch Technik“

Audi Q9 5

Audi hat gerade sein bislang größtes Modell für das aktuelle Portfolio vorgestellt, doch macht dabei einige fragwürdige Dinge. Der neue Q9 ist vor allem auf den amerikanischen Markt abgestimmt, vielleicht gibt es deshalb ein veraltetes Antriebskonzept?

Denn statt Range-Extender (wie beim Zeekr 9X) oder Elektroantrieb kommt hier der ganz klassische Verbrenner zum Einsatz. Und das ist kein Witz, der Q9 startet als V6 TDI. Ich dachte das Ding ist eigentlich durch. Während andere Marken den Diesel schon vor Jahren beerdigt haben, ist das bei Audi der Motor der Wahl für das neueste Flaggschiff.

Aber was haben wir nur erwartet? Wenn wir einen Blick in den Innenraum werfen, trifft mich persönlich die nächste Enttäuschung. Audi hält weiterhin am in die Jahre gekommenen Bildschirmsystem fest, das vor allem sehr viel Bildschirmrand besitzt und viele schwarze Kunststoffbereiche rund um die eigentlichen Displays.

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Audi Q9 3

Während man bei BMW heute ein Parallelogramm vorfindet, das aber bis in die Ecken mit Bildschirminhalt ausgefüllt ist, packt Audi in seine ungewöhnliche Formen weiterhin einfach rechteckige Displays. Somit bleibt viel unausgefüllte schwarze Plastikfläche übrig. 2026 im Flaggschiff über 108.000 Euro Einstiegspreis.

Audi Q9 1

Auch wenn das Lenkrad von BMW absurd hässlich ist, so würde ich dem Bildschirm-Angebot der Bayern vor allem durch das Panoramic-Display eher „Vorsprung durch Technik“ zusprechen:

BMW iX5 Cockpit

Im Grunde genommen bekommt man für mehr als den doppelten Preis einfach nur das Cockpit-Layout des Audi Q3, kein gutes Signal an den Kunden. Es verwirrt mich, dass Audi in der Pressemeldung davon spricht, dass sich „Vorsprung durch Technik“ künftig „noch stärker über das Erlebnis im Innenraum“ definiert und dann so etwas liefert.

Liebe entscheidende Abteilungen und Führungsetage bei Audi: Was genau fühlt sich beim Blick auf diese Bildschirmlandschaft denn 2026 noch ernsthaft nach „Vorsprung“ an?

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14 Kommentare zu „Audi: Neues Topmodell hat fette Bildschirmränder und Verbrenner – kein „Vorsprung durch Technik““

    1. Wo steht denn, dass Audi nicht bayrisch ist? Abgesehen davon ist Audi für mich nicht „ganz so sehr“ bayrisch, nur weil dort der Hauptsitz ist, denn der Ursprung der Marke lag in meiner Heimatstadt.

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      Marc-Oliver Schmidt

      Ein Bekannter von mir hat u.a. einen Audi Q8 RS und einen Q8 RS Limited Edition. Solche Fahrzeuge sind Statussymbole und irre groß und schwer. E – Mobilität ist für diese Kunden überhaupt keine Alternative. Selbst der elektrische. Porsche Tycan verkauft sich deshalb relativ bescheiden.

  1. Der Denny, keine Ahnung von Verbrenner-Technik, aber einfach munter drauf los dissen… Dass etliche Hersteller vor Jahren ihr Diesel-Portfolio eingestellt haben war hauptsächlich dem unselig aufgeblasenem Abgasskandal und der daraufhin erfolgten Verunsicherung der Käufer zu verdanken. Klar, Firmen wie Porsche haben das auch gerne zum Anlass genommen, den ungeliebten, aber rational überlegenen Antrieb zu streichen. Für Autos dieser Gewichtsklasse ist und bleibt Diesel der einzige ökologisch vertretbare Verbrennungsmotor, daran rüttelt auch kein Pseudo Hybrid mit Benzinmotor. Ein echtes E-Modell wäre wünschenswert gewesen , aber das letzte Wort hat eh der Kunde.
    Warum ich überhaupt den Artikel gelesen habe? Die Überschrift von wegen dicke Display-Ränder… Und was finde ich alter Sack auf den Bildern? Geschmackvoll ins Armaturenbrett integrierte Displays, die NICHT wie ein nachträglich aufgestecktes Tablet und den Innenraum hereinragen, mein Kompliment! Dass BMW beim präsentieren hässlicher, nackter Tablets gleich auch noch ein paar Kanten verschoben hat, macht das Ganze nicht wirklich ansehnlicher.

    1. ZITAT:“Ein echtes E-Modell wäre wünschenswert gewesen , aber das letzte Wort hat eh der Kunde.“
      Sie haben schon gelesen, dass dieses KFZ für den US-Markt „abgestimmt“ ist. Und da sie soooo viel Ahnung vom Verbrenner haben, haben sie sicher auch mitbekommen wie der Kunde in diesem Land zum Großteil über Diesel denkt!? Und ja, der Diesel stirbt, zu Recht, die Zahlen sagen es ziemlich deutlich. Audi kann da noch mal den ein oder anderen Taler abgreifen, aber ich vermute mal stark, dass sich das bald rächt.
      Nicht weil ich das sage oder will oder denen wünsche, nein, weil diese Firma seit ewigen Zeiten mit dem Motto „Vorsprung durch Technik“ wirbt und momentan nun wirklich alles dafür tut dem Kunden zu beweisen, dass es diesen Vorsprung nicht gibt. Und jaaa die alten Diesel-Dieters am Stammtisch, wünschen sich ihren dicken Diesel mit Echtleder und Aschen becher in der Mittelkonsole, geschenkt, auf lange Sicht ist es ein Irrweg und auch heute schon nur für antiquarisch Automobil fühlende Menschen was tolles.

  2. Nein, oh mein Gott. Ein V6 TDI?!? Für Leute die nicht Ihren Nachmittag für eine Fahrt von 350km aufbringen wollen? Die keine Lust haben, mit 110 oder 120 km/h max. Std lang fahren zu müssen, damit es doch ein Kilometer mehr schafft, bis zur nächsten Säule? Die gerne mal im Sommer die Klimaanlage an haben, und nicht in der Hitze eingehen wollen?

    Genauso eine Fahrt habe ich mit einem E-Auto hinter mir. Das perfide dadran ist ich musste nach Stuttgart fahren um mir ein steuergerät abzuholen für mein V6 TDI. War genau die richtige Einstellung mir kein E-Auto zu holen und mein Auto wieder einsatzbereit zu machen.

    Nur weil etwas neue ist, ist es nicht besser. Bei E-Auto sowieso nicht.

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      Christian Ludwig

      Diesel-Dieter, Mensch ! Und gleich die nächste katastrophale Meldung: im Juni waren Elektroautos, die am besten verkaufte Auto-Kategorie. Vermutlich, weil man nicht mal 350 km schafft und weil es keine funktionierende Klimaanlage gibt. Nicht wahr, Dieter !?

    2. Stimmt! Wenn man lange mit 200 km/h auf der Autobahn unterwegs sein will, und es einem egal ist, dass nur ca. 40% der verbrauchten fossilen Energie für den Vortrieb genutzt wurden, ist der Diesel eindeutig besser!

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