Die europäischen Hersteller schwächeln extrem, sie verkaufen weniger Autos in China und auch in Europa ist der Automarkt in den letzten Jahren sukzessive kleiner geworden. Nun sind zu viele Kapazitäten vorhanden, die abgestoßen werden müssen. Für die Werke gibt es Interessenten aus China.
Die aktuelle Sachlage ist so, dass der Markt in Europa zwar kleiner geworden ist, aber dennoch ein neuer Kampf um Marktanteile gegen chinesische Hersteller entbrannt ist. Die müssen vor allem ihre Elektroautos in Europa produzieren, um den teuren Import zu unterbinden. BYD plant nun ein neues zweites Werk für Europa.
BYD baut in Ungarn, während das Projekt in der Türkei auf Eis liegt. Einspringen könnte eine bereits laufende Autofabrik, die Entscheidung für eine Übernahme würde laut Reuters kurz bevorstehen. Werke in Spanien und Frankreich hätte BYD zur Wahl. Wer die aktuellen Betreiber und Inhaber sind, wurde nicht bekannt.
SmartDroid.de bei Google folgenNeben der Krise bei Volkswagen hat man auch bei Stellantis einige Überkapazitäten. Dort will man allerdings die eigenen Marken Leapmotor und Dongfeng zunehmend nach Europa holen, um die Werke wieder besser auszulasten. Weiterhin wird für wahrscheinlich gehalten, dass BYD ein VW-Werk übernehmen könnte.
Volkswagen-Probleme als Weckruf für die Europäer und Chance für die Chinesen? Der Markt läuft nunmal so, dass sich die stärksten Wettbewerber durchsetzen. Hersteller aus China wollen diese Position einnehmen und sie sind auf einem guten Weg. Für europäische Firmen bedeutet das wahrscheinlich Joint-Venture-Vereinbarungen, um nicht einfach nur gefressen zu werden.
BYD ist zuletzt Übersee (globale Verkäufe außerhalb von China) wieder gewachsen, die Verkäufe im Juni 2026 lagen erneut deutlich über den Vorjahren (fast 100 Prozent gewachsen) und es geht gerade steil bergauf. Das will man in die nächsten Jahre mitnehmen.

