Gerade hatten wir über die schlechten Zahlen von Firefly berichtet, gibt es gleichzeitig schlechte Nachrichten vom Mutterkonzern. NIO hat Hightech-Premium-Stromer im Angebot, doch keiner nimmt sie dem Hersteller ab, jedenfalls nicht bei uns in Europa. Die Marke steht bei uns wohl vorm Aus.
Schon seit einiger Zeit läuft es für Marken wie NIO in Europa wirklich sehr schlecht – 2026 hat man bislang 162 Autos zugelassen und einen nicht messbaren Marktanteil. Zugleich haben deutsche Premium-Marken wie BMW und Mercedes mit starken Modellen nachgelegt, dadurch scheint das Interesse an NIO noch weiter gesunken zu sein.
NIO hat erst mal keinen Plan für Europa und verzichtet daher vorerst auf die Einführung neuer Modelle. Vor Ende 2027 soll in Europa nichts mehr passieren, womöglich könnte das erste Fahrzeug bzw. Facelift-Modell auf einer neuen Plattform sogar erst 2028 folgen.
SmartDroid.de bei Google folgenDas ist schlecht, denn NIO steht bei Dingen wie Schnellladen derzeit richtig schlecht da. Eigentlich konzentrierte man sich auf den Akkuwechsel in speziellen Stationen – dieses Vorhaben funktioniert zwar in China, jedoch nicht bei uns in Europa. Der Ausbau des Power-Swap-Netzes ist eingeschlafen.
Warum soll ich mir eine teure Limousine wie den ET5 kaufen, die mit über 20 kWh Verbrauch nach WLTP schon extrem ineffizient ist und dann auch noch 30 Minuten für 10 – 80 Prozent benötigt? Das können Mercedes und BMW mit CLA EQ, C-Klasse EQ und i3 deutlich besser. Mehr Reichweite, doppelt so hohe Ladepeaks und niedrigere Verbräuche.
Was die Zukunft von NIO in Europa angeht, sehen wir derzeit vor allem Fragezeichen und eher schwarz. Das ist eigentlich schade, denn ich fand zB den ET5 echt interessant. Dass man so in die Defensive geht, während es in China einige Facelift-Updates und mit Onvo sogar eine günstigere Submarke gibt, habe ich kein gutes Gefühl. (via EVs)
