20 km/h mit dem E-Scooter sind in einigen Stadtbereichen einfach zu viel, das sehen die ersten Behörden innerhalb der EU so und handeln. Aber sind maximal 10 km/h nicht auch schon wieder zu langsam?

  • E-Scooter sind bislang per Gesetz auf 20 km/h begrenzt.
  • Paris hält die Zügel schon bald enger.
  • Man darf kaum schneller fahren als man läuft.

E-Scooter gehören zum Straßenbild auch in Städten, wo es vorher nicht mal Leihräder gegeben hatte. Meine Stadt gehört dazu. Das liegt natürlich einerseits an den erschwinglichen Preisen und dem guten Angebot, aber auch am Komfort. Roller sehen, per App für sich beanspruchen und Reisepreis einfach abbuchen lassen. E-Scooter sind aber auch ein Sicherheitsrisiko und mit den hierzulande maximal 20 Kilometern pro Stunde nicht gerade langsam.

Schrittgeschwindigkeit muss reichen, wo viele Leute zu Fuß unterwegs sind

Weil wohl gerne nicht nur die Straße befahren wird, ist die maximale Geschwindigkeit für den Bürgersteig sehr hoch. In Paris hat man das verstanden und reagiert. Eine neue Regelung sorgt dafür, dass etwa Leih-Scooter demnächst auf maximal 10 Kilometer pro Stunde begrenzt sind. Was der Sicherheit dient, macht das Angebot in meinen Augen deutlich weniger attraktiv. Dann kann ich auch laufen, wenn die Scooter nicht schneller fahren.

Vielleicht auch in absehbarer Zeit in Deutschland?

Paris regelt aber sehr genau. Strecken mit strukturierten Fahrspuren (zum Beispiel: geschützte Radwege) dürfen weiterhin mit 20 Kilometern pro Stunde befahren werden. Wie bei den erlaubten Stadtteilen und Parkverbotszonen können das die Anbieter ganz einfach per GPS regulieren. Es ist gut möglich, dass ähnliche Regularien vielleicht schon bald in anderen großen Städten zu finden sind. Bei mir in Zwickau ist das mit der Geschwindigkeit vielleicht weniger egal als in „vollen“ Städten wie München, Hamburg oder Berlin.

Seid ihr hin und wieder mit einem E-Scooter unterwegs und besitzt ihr sogar einen eigenen?

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Das Problem ist einfach, das diese Dinger nicht in unsere Struktur passen. Für die Straße viel zu langsam und entsprechend ein Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten, für Gehwege zu schnell, bauartbedingt extrem unsicheres Fahrverhalten. Da bleiben nur Radwege, die es aber nach wie vor zu wenig gibt.

    Ich hatte auch knapp 2 Jahre einen Ninebot G30D. Manchmal echt praktisch, aber im Verkehr oder mit Menschen eine Katastrophe! Wenn ich längere Strecken auf Radwegen fahren konnte, hat es echt Spaß gemacht und man konnte richtig Strecke machen. Besonders auf 30 km/h umgestellt. ;) Straßen hab ich gemieden so weit es ging und Gehwege sind nervig. Allein schon Absenkungen für Ausfahrten bringen die Kisten ins straucheln. Da bin ich teils freiwillig kaum schneller als 10-15 km/h gefahren. Hab das Ding wieder verkauft, dann lauf ich oder nehm das Radl.

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